Grundlagen des Personenschutzes

Grundlage des Personenschutzes

I. Einführung

I. Einführung
Der Beruf als Personenschützer hat eine sehr alte Geschichte, was natürlich auch mehrere Veränderungen in dessen Figur mit sich gebracht hat und somit die Anforderung und das Erscheinungsbild zu jedem Auftrag veränderte. Oft stellt man sich einen Personenschützer, Leibwächter oder Bodyguard als große, muskelbepackte Person mit Sonnenbrille vor, was nur zum Teil auch dem Aussehen dieser entsprach.
Heute reicht aber nicht nur die körperliche Gestalt, denn es wird auch eine mentale Fitness und ein
umfangreiches Fachwissen in mehreren Bereichen abverlangt, sodass Personenschützer vielseitig
einsetzbar sind. Die Grundlagen sollen die wichtigsten Grundprinzipien und Kenntnisse eines Personenschutzeinsatzes erläutern und darstellen. Da es eine Reihe von verschiedensten Varianten des Schutzes gibt, werden in den nächsten Kapiteln die Definition des Personenschutzes, die Unterschiede, das Profil eines(r) Personenschützers(-in), und die Wahl der jeweiligen Form besprochen.

II. Definition

Der Personenschutz (PersSch) umfasst alle Maßnahmen und Tätigkeiten zur Abwehr, Abwendung und das Verhindern von Gefahren, Bedrohungen und Angriffen gegen einer spezifischen Schutzperson (SP) an Leib, Leben, Gesundheit, der Freiheit und der persönlichen Integrität. Es beinhaltet auch die Wiederherstellung dieser Integrität nach erfolgtem Schaden, als auch jener aus Ihren unmittelbaren persönlichen und familiären Umfeld.

Die Allgemeinere Definition des Personenschutzes kann auch wie folgt beschrieben werden:
'Personenschutz ist im wesentlichen die Fähigkeit durch analytisches und vorausschauendes Denken, durch Aufklärung und empathische Beobachtung, durch präventive Sicherheitsvorkehrungen und permamentes beurteilen der Lage, kritische Situationen für die Schutzperson und dem eingesetzten Personenschutzteam (PersSchT) erst gar nicht entstehen zu lassen.'

Der Begriff Empathie bezeichnet die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Absichten und Persönlichkeitsmerkmale eines anderen Menschen zu erkennen und zu verstehen.

III. Unterscheidungen nach Aspekten

• Unterscheidung nach ablauftechnischen Abläufen
• Unterscheidung nach dispositiven Aspekten
• Unterscheidung nach rechtlichen Aspekten
• Unterscheidung nach ansatztechnischen Aspekten
• Unterscheidung nach räumlichen Aspekten
• Unterscheidung nach zeitlichen Aspekten

III.a Unterscheidungen nach ablauftechnischen Aspekten

• Präventiver Personenschutz: Alle Maßnahmen und Tätigkeiten im Vorfeld der potentiellen
Gefährdungen und Gefahrenquellen für die Schutzperson (SP). Insbesondere Gefahrenanalyse, Routenplanung und -aufklärung, Geheimhaltungsmaßnahmen, Aufklärung von Gebäuden, Nachaufklärung, Absprachen mit der SP, Absprachen mit Behörden und/oder Sicherheitskräften, etc.


• Aktiver Personenschutz: Alle Maßnahmen und Tätigkeiten zur Hintanhaltung und Abwendung
der Schadensnahme einer spezifischen Schutzperson an Leib, Leben, Gesundheit, Freiheit und
persönlicher Integrität, sowie jene Ihres unmittelbaren persönlichen und familären Umfeldes im
zeitlichen und örtlichen Wirkungsraum potentieller Gefährdungen und Gefahrenquellen.
Das Begleiten der Schutzperson, die Installierung von Bewegungsmeldern und Alarmanlagen,
oder der Einsatz vom zusätzlichen Wachpersonal ermöglicht auch die Weiterleitung von
Ereignissen und zählt ebenfalls zum aktiven Schutz.

• Reaktiver Personenschutz: Wie beim Aktiven PersSch zielt dieser Ablauf in der Abwehr einer
Schadensnahme und der Wiederherstellung der persönlichen Integrität nach einer
Schadensnahme, ab dem Auftreten eines konkreten Gefahrenereignisses.
Hierzu gehört die Abwehr tätlicher Angriffe, die Evakuierung der Schutzperson(en) aus dem
Gefahrenbereich, die Abwehr von Geiselnahmen, etc.

• Passiver Personenschutz: Alle Subjekte/Objekte, die sich in unmittelbarer Nähe zur SP
befinden und nicht aktiv am Schutz beteiligt sind.
Dazu gehören alle baulichen Strukturen wie z.B. Zäune, Mauern, Türen, etc. wie auch
Menschenmassen, Passanten, Fahrzeuge u. dgl.

III.b Unterscheidungen nach dispositiven Aspekten

• Unmittelbarer Personenschutz: Das Begleiten und 'Führen' einer Schutzperson durch die
Personenschützer im Nahbereich (0-5 m). Auch 'Innerer Ring/1. Kreis' ². Hierbei gilt der
Grundsatz: 'So weit od. diskret wie möglich, so nah wie erforderlich'.

• Mittelbarer Personenschutz: Die weiträumige Disposition von zusätzlichen Personenschützern
um die SP im äußeren Bereich (5-15m). Der 'Äußere Ring/2. Kreis' kann auch in der Distanz
erweitert werden bis maximal zum 'Äußersten Ring/3. Kreis'.

• Erweiterter Personenschutz: Erweiterte ³ Maßnahmen zu den oben angeführten
Personenschutzformen. Dazu gehören der Einsatz von Aufklärung, Observation, Überwachung,
Beobachtung und die zusätzliche verdeckte Begleitung, etc.

• Verdeckter Personenschutz: Diese Maßnahme findet meist im weiten Umfeld zur SP statt. Das
PersSchT soll jedoch jederzeit in der Lage sein die Distanz zur SP, je nach Beurteilung
anzupassen. Das Bestreben des PersSch ist es möglichst lange unerkannt zu bleiben und auf
keinen Fall durch die eigene Aktivitäten im Umfeld aufzufallen (Low-Profile).

² Die Unterteilung in 'Innerer Ring', 'Äußerer Ring', Äußerster Ring' obliegt der Organisation in seinem Ermessenspielraum zu entscheiden, wie diese zu betiteln sind und wie weiträumig diese zu verstehen sind.
³ Kein erweiterter Personenschutz ohne einen Unmittelbaren und/oder Mittelbaren Personenschutz!
 

III.c Unterscheidungen nach rechtlichen Aspekten

  • Kombattativer Personenschutz:

Durchgeführt von reguläre Angehörige der Streitkräfte in bewaffneten Konflikten gegenüber
Angriffen der anderen Konfliktpartei(en), die vom Regelungsinhalt des Kriegsvölkerrecht umfaßt
sind und auch den Bestimmungen des Humanitäts- & Kriegsvölkerrechtes unterliegen.
z.B.: Der Schutz von hochrangigen Personen durch eigene Streitkräfte gegenüber regulären
Angehörigen der anderen Konfliktpartei(en) in Zeiten eines Kriegszustandes.

 

  • Nicht-Kombattativer Personenschutz:

Durchgeführt durch Organe des Staates (öffentlicher Sicherheitsdienst) in Erfüllung eines
hoheitlichen Auftrages außerhalb bewaffneter Konflikte. Dieser PersSch unterliegt im
wesentlichen den öffentlich-rechtlichen Bestimmungen, den Normen des StGB, der StPO,
des SPG, sowie anderer Sondergesetze (4).

z.B.: der behördliche Schutz von Staatsgästen, VIP`s und anderen gefährdeten Personen in
Friedenszeiten.

  • Ziviler Personenschutz:

Durchgeführt auf privatrechtlicher Basis von dazu befugten Personen. Unterliegt im wesentlichen
den Bestimmungen der GewO, ABGB, des StGB, der StPO, des WaffG, sowie anderer
Sondergesetze.
Insbesondere der Schutz von Zivilpersonen durch konzessionierte Unternehmen
(Berufsdetektive, Berufsdetektive mit Einschränkung auf den Schutz von Personen).
 

(4) oder auch durch Organe des Staates, die keine Streitkräfte sind, in Erfüllung eines hoheitlichen Auftrages in bewaffneten Konflikten gegenüber jeglichen Angriffen in Kriegszeiten.

III.d Unterscheidungen nach ansatztechnischen Aspekten

• Personeller Personenschutz:
Alle Maßnahmen des Personenschutzes, die durch natürliche Personen durchgeführt werden.
z.B.: der Begleitschutz, die Eskortierung, die Observation, die Aufklärung, etc.

• Technischer Personenschutz:
Alle Maßnahmen technischer Natur des Personenschutzes. Dazu gehören z.B. der Einbau von
Alarmanlagen in Unterkünfte und gewerblich genutzte Büroräumlichkeiten, Verwendung von
anderen Sicherheitstechniken, Verwendung von Schutzkleidung, etc.

• Struktureller Personenschutz:
Alle Maßnahmen des Personenschutzes, die an den Umfeld-Strukturen der SP beziehungsweise an
den Strukturen des zeitlichen und örtlichen Wirkungsraum potentieller Gefährdungen und
Gefahrenquellen ansetzen.
z.B.: Verlegung des Wohnsitzes einer SP temporär oder dauerhaft, Einrichtung eines Security-
Checkpoints neben einem gefährdeten Gebäude, etc.
 

III.e Unterscheidungen nach räumlichen Aspekten

• Streckenaufklärung:
Die Aufklärung aller für einen Personenschutzeinsatz (PersSchE) relevanten Tatsachen,
Umstände, Aspekte und örtlichen Gegebenheiten entlang einer genau definierten Strecke
(Route) und ihres unmittelbaren Umfeldes. Auch etwaige Ersatzrouten fallen hier rein.

• Objektaufkärung:
Die Aufklärung aller für einen PersSchE relevanten Tatsachen, Umstände, Aspekte und örtlichen
Gegebenheiten eines genau definierten Objektes. Insbesondere von Gebäuden, anderen Hochund
Tiefbauten, Infrastruktureinrichtigungen, etc. Dazu können auch Objekte gehören, die nicht
unmittelbar von einer SP betreten oder genutzt werden.

• Raumaufklärung:
Die Aufklärung aller für einen PersSchE relevanten Tatsachen, Umstände, Aspekte und örtlichen
Gegebenheiten in einem genau definierten Raum(5).
 

(5) z.B. Hotelzimmer, Konferenzraum, etc. Die Raumaufklärung ist nicht mit einer Objektaufklärung zu verwechseln.

III.f Unterscheidungen nach zeitlichen Aspekten

• Voraufklärung:
Die Aufklärung aller relevanten Tatsachen, Umstände, Aspekte und örtlichen Gegebenheiten
für einen konkreten vorliegenden Personenschutzeinsatz (PersSchE).

• Nachaufklärung:
Die Aufklärung aller relevanten Tatsachen, Umstände, Aspekte und örtlichen Gegebenheiten
während bzw. nach einem PersSchE. Dienlich auch für zukünftige, vom vorliegenden
Schutzauftrag differenten Personenschutzeinsatz. Ist ausschließlich Teil des präventiven
Personenschutzes.

• Advanced Team:
Organisatorische Einheit, welche von der Einsatzleitung mit spezifischen Aufgaben im
zeitlichen Vorfeld des unmittelbaren Personenschutz-Teams betraut wird. Die Aufgaben
bestehen in der Regel darin, Aufklärungs- und Observationstätigkeiten unmittelbar zu
vollziehen.
 

IV. Gefährdungen

• Abstrakte Gefährdung/Gefahr:
Resultiert aus sachlichen, örtlichen und/oder zeitlichen Zugehörigkeit/Befindlichkeit einer
Schutzperson unter bestimmte Umgebungs- und Einflußparameter.


z.B.: die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Unternehmen, einer bestimmten politischen
Vereinigung, einer bestimmten Volksgruppe (Ethnie) = sachlich;
der Aufenthalt eines Politikers in einem Gebiet dessen Volksgruppe andere politische Ansichten
vertreten = örtlich, sachlich und zeitlich;
die Schutzperson wird durch andere Umstände als durch konkrete Gefahr von ihren
Personenschutz getrennt = zeitlich.

• Konkrete Gefährdung/Gefahr:
Eine sachlich, örtlich bzw zeitlich näher bestimmbare und beschreibare spezifische
Gefahrensituation kann einer Schutzperson zugeordnet werden.


z.B.: Eine explizite Drohung wurde gegenüber der SP ausgesprochen, der versuchte tätliche Angriff
auf eine Schutzperson, die nachhaltige Ausspähung und/oder Belästigung (Stalking) einer SP, etc.

Merksatz zu Gefährdungsstufen

'Gefährdungsstufen bezeichnen die momentane gefährdunganalytische Einstufung einer spezifischen Schutzperson oder einer bestimmten Gruppe von Schutzpersonen, in einen bestimmte Gefährdungsklasse'.

IV.a Gefahrenstufen

•Gefährdungsstufe I:
Eine erhebliche Gefährdung ist vorhanden, mit einer konkreten Schadensnahme einer
spezifischen SP/Gruppe von SP an Leib, Leben, Gesundheit und/oder persönlicher Integrität ist zu
rechnen.

• Gefährdungsstufe II:
Eine prinzipielle Gefährdung liegt vor, eine konkrete Schadensnahme einer spezifischen
Schutzperson/Gruppe von SP an Leib, Leben, Gesundheit und/oder persönlicher Integrität ist
nicht auszuschließen.

• Gefährdungsstufe III:
Eine Gefährdung einer spezifischen SP/Gruppe von SP ist nicht auszuschließen. Die
Schadensnahme dieser Schutzperson/Gruppe von SP an Leib, Leben, Gesundheit und/oder
persönlicher Integrität ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch unwahrscheinlich.

 

V. Sicherung im Personenschutz

• Innen-Sicherung im PersSch:
PersSch Maßnahmen innerhalb eines genau definierten, meist von der 'Außenwelt' baulich, strukturell
oder sonstig abgegrenzten Raumes; z.B. eines Gebäudes, einer abgegrenzten Liegenschaft.

• Außen-Sicherung im PersSch:
PersSch Maßnahmen außerhalb eines genau definierten, meist in der 'Außenwelt' baulich, strukturell
oder sonstig abgegrenzten Bereiches; z.B. auf offener Straße, Gelände, etc.

VI. Abkürzungen und Beschreibungen im Personenschutz

  • Personenschützer (PS)

Natürliche Person, die mit Maßnahmen und Tätigkeiten des Personenschutzes betraut ist bzw. diese wahrnimmt.

  • Schutzbegleiter (SBG)

PS, der mit konkreten Begleitschutz- & Führungsaufgaben an bzw. im näheren Umfeld einer spezifischen Schutzperson oder einer geschlossenen Gruppe von Schutzpersonen betraut ist oder diese wahrnimmt.

  • Begleitschutz (BGS)

Konkrete Begleitschutz- & Führungsaufgaben an bzw. im näheren Umfeld einer spezifischen Schutzperson oder einer geschlossenen Gruppe von SP.

  • Schutzperson (SP)

Natürliche Person, die Gegenstand von Maßnahmen und Tätigkeiten des Personenschutzes ist.

  • Personenschutz Einsatz (PersSchE)

Alle Maßnahmen und Tätigkeiten zur operativen Umsetzung eines PersSch, in der Vor-/Nachbereitung und während der Erfüllung der PersSch-Aufgaben.

  • Einsatzleiter (ELtr)

Verantwortliche Person für die operativen Maßnahmen u. Tätigkeiten eines PersSchE. Meist wenn mehrere PersSchT im Einsatz sind.

  • Teamleiter (TL)

Verantwortliche Person eines PersSchT zum Schutz einer bestimmten SP bzw. einer geschlossenen Gruppe von Schutzpersonen.

  • Personenschutz Team (PersSchT)

Einsatzspezifizierte organisatorische Einheit in einem PersSchE, aus einer, zwei- oder mehrstelligen Anzahl von Personen. Ein PersSchT kann aus mehreren Unterteams bestehen.

  • Begleitung

Jede andere Form von Begleitaufgaben die nicht zum unmittelbaren od. mittelbaren PersSch gehören; z.B. protokollarische oder verkehrstechnische Begleitung.

VII. Der Personenschutzeinsatz

  • Ein PersSchE ist d.R.n. in 3 Phasen aufgeteilt:

• Präventiver PersSch
• Aktiver PersSch
• Reaktiver PersSch

Allerdings ist darauf zu Achten dass nur in den ersten 2 Phasen operiert wird, sollte der PersSchE in die 3. Phase übergehen, so habe man bereits in den ersten 2 Phasen versagt (teilversagt). Natürlich ist eine 100% Sicherheit niemals zu gewährleisten und zu garantieren, dennoch sind die ersten beiden Phasen die allerwichtigsten eines PersSchE.

  •  Einsatzplanung

Um einen Personenschutzeinsatz planen zu können, ist es erforderlich folgende Elemente
einzubeziehen:
• Die Schutzperson und deren Umfeld
• Erwartete Schutzmaßnahmen / Anforderungsprofil
• Gefahrenanalyse / Gefahrenbeurteilung
• Risikobeurteilung
• Logistik / Sicherheit
• Sicherheitskonzept / Schutzkonzept
• erweiterte Sicherungsmaßnahmen

 

  •  Vorbereitung und Durchführung

• Aufstellen eines Teams
• Kontrollieren der Ausrüstungsgegenstände
• Kontrolle der Fahrzeuge
• Aufklärung / Observation
• Benachrichtiung von externen Kräften (z.B. Exekutive, andere Sicherheitskräfte, etc.)
• Begleitschutz / Objektschutz
• Dokumentation / Berichtwesen

 

  •  Nachbesprechung / Änderungen im Einsatz

• Nachbesprechung mit der Schutzperson (SP)
• Benachrichtigung über veränderte od. erweiterte Schutzmaßnahmen
• Nachbesprechung mit PersSchT
• Allfälliges
• Weiterbildung u. Fortbildung der Personenschüzer

VIII. Schutzformationen

Single Formation (1 SBG)
In der Privatwirtschaft die meistangewandte Schutzformation. Diese Formation ist
grundlegend nicht empfehlenswert, da der PS mit unzähligen Aufgaben betraut ist
und keinerlei Vorteile zu einem Angriff hat.

Staffel od. Line Formation (1 SBG + 1 TL)
In dieser Formationen sollten die Teamteilnehmer konstant um die SP rotieren.
Vorteilhaft wären die Positionen hinter und vor der SP, leicht versetzt zueinander.
Beim Führen der SP durch eine Menschengruppe sind beide Flanken einzunehmen.

Keil oder Wedge Formation (2 SBG + 1 TL)
Diese Formation ist wohl die geeigneteste Formation für den unmittelbaren
persönlichen Schutz im täglichen Begleitschutz. Je nach Situation kann diese als
offene Wedge Formation (siehe Abbildung links) oder als geschlossene (die Front der
SP wird geschlossen) vollzogen werden.

Diamant Formation (3 SBG + 1 TL)
Bei Staatsbesuchen (Gefährdungsstufe 1) oder anderen besonders gefährdeten
Schutzpersonen kommt die Diamant-Formation zur Anwendung. Diese kann bereits
mit 4 SBG umgesetzt und um eine SBG erweitert werden. Alle eingesetzten SBG sind
an feste Positionen gebunden und für einen bestimmten Beobachtungs- und
Sicherungsbereich verantwortlich.

Box Formation (3 SBG + 1 TL)
Kann jederzeit durch Rotation der SBG einer Diamant Formation in eine Box
Formation gewandelt werden. Durch Vergrößerung des Abstandes zur SP kann diese zu
einer offenen Box Formation werden - diese ist nur dann anzuwenden, wenn keine
Gefahren zu erwarten sind.

Offene Box Formation (3 SBG + 1 TL)
Der TL kann die rückwärtigste Position einnehmen um das Team und das Umfeld
weiträumig im Blickfeld zu haben. Diese findet meist Anwendung wenn a)
Gefährdungsstufe III, b) SP erwartet wird (Empfang), c) Voraufklärer (Advance) im
Einsatz ist.

Schutzring (5+ SBG + 1 TL)
Der Schutzring ist die zusammengezogene Diamant- oder Keil-Formation und wird
eingenommen, wenn mehrere Personen die Schutzperson 'bedrängen' und damit ein
Sicherheitsrisiko darstellen. Die Anzahl der PS kann erhöht werden und die PS stehen
mit dem Rücken zur SP um diese vor Angriffen abzuschirmen.

IX. Schwachstellen im Bereich der Fußformationen

  • Der 'Back-Man'

Im Bereich der Schutzbegleitung zu Fuß liegt die primäre Schwachstelle in der Absicherung gegen
Angriffe von 'hinten'. Ein potentieller Attentäter wird das ebenfalls erkennen und vorraussichtlich einen
Angriff aus der Nahdistanz und von hinten unternehmen.
Je nach Gefahrenstufe sollte ein PS die Rückraumsicherung übernehmen. Dieser geht in bestimmten
'Gefahrensituationen', zeitweise ausschließlich rückwärts bzw. leicht seitlich versetzt. Der Seitenmann
kann lageabhängig und unter Umständen den 'Rückraumsicherer' (Back-man) durch gezielte Hinweise
(z.B. Vorsicht - Stufe, Absperrung, Zaun, u.ä.) mitsteuern. So dürfte der rückwärtige Bereich visuell
besser abgedeckt sein, was in der Regel eine schnellere Reaktion im Einzelfall/Angriffsfall ermöglicht.
Da diese Position und Vorgehensweise gewöhnungsbedürftig ist, sollte sie auch trainiert werden, um bei entsprechenden Gefahrenlagen effektiv die 'Back-Man' Position einnehmen zu können.

 

  • Der 'Advanced-Man'

Zu allen Fußformationen kann je nach Gefahrenstufe ein zusätzlicher SBG als 'Advanced-Man' eingesetzt werden.

• ist an keiner festen Position gebunden
• unterstützt dort, wo sich Gefahrensituationen abzeichnen
• für die Rückraumsicherung einsetzbar
• als Aufklärer zu verwenden (Wegstreckenaufklärung, Raum- od. Objektaufklärung)
• leitet gegebenenfalls besondere Sicherheitsmaßnahmen ein
• klärt organisatorische und protokollarische Fragen ab
• hält Verbindung zu anderen Sicherheitskräften

Im Bedarfsfalle können mehrere Advanced-Man eingesetzt werden !

X. Hauptaufgaben der Fußformationen

Die Hauptaufgabe einer Formation besteht darin:

• potentielle Gefahren rechtzeitig zu erkennen
• Angriffe erfolgreich abzuwehren
• die Schutzperson zu evakuieren
• fahrlässige Verletzungen zu verhindern (z.B. lose Kabeln, 'Stolperfallen', etc.)
• Belästigungen abzuwehren (z.B. Bittsteller, Autogrammjäger, Dankbarkeitsgesten, usw.)

XI. Einsatzgrundsätze im Personenschutz

1. In den sicherheitsrelevanten Phasen des PersSchE (Abholung/Begleitung/Verbringung der SP,
Veranstaltungen, Vorträge, Empfänge, etc.) ist die volle Aufmerksamkeit jedes einzelnen
erforderlich.

2. Bei Abholung/Verbringung der SP mit Kraftfahrzeug, ist im KFz das Radio auszuschalten (od. leise zu
drehen, wenn Verkehrsfunk aktiviert ist) und allgemeine Gespräche einzustellen.

3. Jeder Personenschützer muss über die Bewaffnung und der Trageweise bzw. Handführung der
eingesetzten SBG Bescheid wisssen.

4. Eine ständige Funkverbindung untereinander ist sicherzustellen.

5. Jeder PS/SBG konzentriert sich auf seine Aufgaben, die er gemäß Aufgabenverteilung hat.

6. Die Formation ist nie zu verlassen - ausgenommen es wird vom TL angewiesen.

7. Personenschützer kennzeichnen sich durch Anstecknadel (wenn verfügbar).

8. Der Schutzauftrag hat Vorrang gegenüber allen anderen Maßnahmen.

9. Der PS/SBG trägt seine Waffe stets im gelandenen (od. halb-geladenen) Zustand.

10. Die PS/SBG haben sich in der Öffentlichkeit stets so zu verhalten, dass das Ansehen der
Schutzperson(en) und der eingesetzten Kräfte nicht beeinträchtigt wird.

11. Verschwiegenheit über operative und dienstliche Angelegenheiten ist zu wahren. Auch nach
Beendigung eines PersSchE.

12. Die Kraftfahrzeuge sind grundsätzlich nie unbewacht abzustellen. Bei längerem unbewachten
Abstellen, sind diese nichttechnisch vor Nutzung zu durchsuchen.

13. Jeder Personenschützer nimmt an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen teil. Überprüft sein
Fachwissen über Etikette und Verhaltensregeln für besondere Veranstaltungen und hält seine
Ausrüstungsgegenstände gereinigt, funktionstüchtig und immer einsatzbereit.

XII. Das Profil eines(r) Personenschützers(-in)

Mit seinen Fähigkeiten, Techniken, der Ausrüstung und der Erfahrung soll der Personenschützer ein
'Schutzschild' gegen eine Gefahr sein. Er/Sie sollte eine Person sein die sich in jedem Umfeld frei bewegen darf ohne großes Aufsehen zu erregen. Die Erfahrung spielt dabei die wichtigste Rolle, da sich jede reale Situation anders als im Training darstellt.
Es bedarf mehrere Voraussetzungen um als Personenschützer arbeiten zu können. Man kann das Profil eines Personenschützers jedoch mit wenigen Begriffen, wie

Professionell, hochqualifiziert, diskret und loyal


zusammenfassen. Anführend finden Sie das generelle und charakterliche Profil in Schlagwörtern:

A) Das generelle Profil
Emotionale Stabiliät, Psychische Stärken, Diskretion, Wachsamkeit, Fachwissen, Teamarbeit,
keine Drogen u. Alkohol, Kooperativ, Physische Verfassung, etc.

B) Das charakterliche Profil
Erscheinungsbild, Persönlichkeit, Selbstbewußtsein, Kommunikativ, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit,
Loyalität, Image, etc.

Zu den generellen Ausrüstungsgegenständen gehören:

• Kleidung je nach Einsatz
• Funk und andere Kommunikationsgeräte
• Ausweise, Berechtigungen und Reisedokumente
• Schutzweste (wenn erforderlich u. vorhanden)
• Waffe und Zusatzmaterial
• Technische Hilfsmitteln (z.B. Taschenlampe, etc)
• Kleingeld (in Landeswährung), Kugelschreiber, Notizblock.

Das Profil des PS wird durch unzählige fachliche Fort- u. Weiterbildungen wie folgt unterstrichen:

• Personenschutzausbildung
• Notfallmedizinische Erste Hilfe
• Bombenbedrohungmanagement
• Sicherheitsfahrtraining
• Aufklärung / Observation
• Kriminalprävention und Anti-Terrorismus
• Rhetorik, Psychologie und Typologie
• Objektschutz
• regelmäßige Schießtrainings

XIII. Die Bekleidung

Die Bekleidung eines Personenschützers richtet sich nach dem geplanten Einsatzverlauf. Wir unterscheiden hier 4 grundlegende Einsätze:
- demonstrativer Einsatz
- repräsentativer Einsatz
- verdeckter Einsatz
- sportlicher oder körperbelastender Einsatz

Alle vier Tätigkeiten haben die gleiche Aufgabenstellung, aber verschiedene Erscheinungsbilder. Keinesfalls ist jedoch besonders effektvolle oder auffällige Kleidung zu verwenden. Auch wenn für den PersSch keine spezifische Kleidung vorgeschrieben wird, findet der Anzug meist Anwendung.

• Anzug - bequem, dunkle Farbe, meist einreihig;
• Hemd/Bluse - neutralfarbig, langarm;
• Krawatte - einfarbig ohne Motiv, mit Krawattennadel befestigt;
• Schuhe - bequem, farblich passend zum Anzug, mit Antirutschsohle versehen;

Hinweis zum Final Exam

Der Inhalt aller Seiten und Bilder aus diesem E-Learning wird laut österreichischer Urheberrechtsgesetze geschützt. Der komplette Inhalt des online Kurses wird als eine gesammelte Arbeit nach dem österreichischen Gesetz und den anwendbaren internationalen Urheberrechtsgesetzen und Abkommen geschützt. Der Autor S. Steurer besitzt das Copyright in der Auswahl, Koordination, Einordnung und Erweiterung des Inhalts.

HINWEIS zum folgenden FINAL EXAM

Mit den nächsten Schritt starten Sie den Abschlusstest zu diesem Modul 'Grundlagen des Personenschutzes'. Bitte beachten Sie, dass auch wenn Sie die Möglichkeit haben die Frage nochmals zu beantworten, der Verlauf der Beantwortung gespeichert wird. Seien Sie ehrlich zu Ihnen selbst und übermitteln Sie den ehrlichen Verlauf. Auch wenn Sie das Modul nicht beim erstenmal positiv (+75%) bestehen, so zeigt es Ihnen Ihr Lehrndefizit und Sie können diesen verbessern. Es bringt nichts den Test in rascher Eile mit 100% zu erledigen.

Im Personenschutz geht es viel mehr darum, Ihr fachliches Wissen jederzeit abrufbereit zu stellen, um in gewissen Situationen professionell und richtig reagieren zu können.

Lesen Sie die Fragen und Antworten genau durch. Ich wünsche Ihnen viel Glück und freue mich auf Ihre Übermittlung der Prüfungsergebnisse!

S. Steurer - Lehrgangsleiter

Question 1

Wie lautet die gängige Definition des Personenschutzes?

  • Der Personenschutz (PersSch) umfasst die minimalsten Maßnahmen und Tätigkeiten zur Abwehr, Abwendung und das Verhindern von Gefahren, Bedrohungen und Angriffen gegen einer spezifischen Schutzperson (SP) an Leib, Leben, Gesundheit, der Freiheit und der persönlichen Integrität. Es beinhaltet auch die Wiederherstellung dieser Integrität nach erfolgtem Schaden, als auch jener aus Ihren unmittelbaren persönlichen und familiären Umfeld.
  • Der Personenschutz (PersSch) umfasst alle Maßnahmen und Tätigkeiten zur Abwehr, Abwendung und das Verhindern von Gefahren, Bedrohungen und Angriffen gegen einer spezifischen Schutzperson (SP) an Leib, Leben, Gesundheit, der Freiheit und der persönlichen Integrität. Es beinhaltet auch die Wiederherstellung dieser Integrität nach erfolgtem Schaden, als auch jener aus Ihren unmittelbaren persönlichen und familiären Umfeld.
  • Der Personenschutz (PersSch) umfasst umfangreiche Maßnahmen und Tätigkeiten zur Abwehr, Abwendung und das Verhindern von Gefahren, Bedrohungen und Angriffen gegen einer spezifischen Schutzperson (SP) an Leib, Leben, Gesundheit, der Freiheit und der persönlichen Integrität. Es beinhaltet auch die Wiederherstellung dieser Integrität nach erfolgtem Schaden, als auch jener aus Ihren unmittelbaren persönlichen und familiären Umfeld.

Question 2

Nach wie vielen Aspekten unterscheiden wir im PersSch?

  • 5
  • 6
  • 7
  • 4

Question 3

Nach welchen sechs Aspekten wird im PersSch unterschieden?

  • dispositiven Aspekten
  • ansatztechnischen Aspekten
  • ablauftechnischen Aspekten
  • gefährlichen Aspekten
  • zeitlichen Aspekten
  • räumlichen Aspekten
  • rechtlichen Aspekten
  • diplomatischen Aspekten
  • ethnischen Aspekten

Question 4

Der unmittelbare, mittelbare, erweiterte und der verdeckte PersSch sind Formen nach welcher Aspektenunterscheidung?

  • Räumlich
  • Ansatztechnisch
  • Ablauftechnisch
  • Dispositiv
  • Zeitlich
  • Rechtlich

Question 5

Welche Punkte werden unterschieden nach den zeitlichen Aspekten?

  • Voraufklärung, Nachaufklärung und Advanced-Team
  • Voraufklärung u. Nachaufklärung
  • Keines der oben angeführten

Question 6

Welche Aspekte werden bei den ansatztechnischen Unterscheidungen angeführt?

  • Präventiver PersSch, aktiver PersSch, reaktiver PersSch und der passive PersSch
  • Personelle PersSch, technischer PersSch und der strukturelle PersSch
  • Kombatativer PersSch, nicht-kombatativer PersSch und der zivile PersSch

Question 7

Welche Aspekte werden unterschieden nach dispositiven Aspekten?

  • Unmittelbarer PersSch, mittelbarer PersSch u. erweiterter PersSch
  • Unmittelbarer PersSch, mittelbarer PersSch, erweiterter PersSch u. der verdeckte PersSch
  • Unmittelbarer PersSch, mittelbarer PersSch u. verdeckte PersSch

Question 8

Welche Aspekten werden nach den räumlichen Unterscheidungen verstanden?

  • Streckenaufklärung, Gebäudeaufklärung und Bereichsaufklärung
  • Routenaufklärung, Objektaufklärung und Geländeaufklärung
  • Streckenaufklärung, Raumaufklärung und Objektaufklärung

Question 9

Welche Unterscheidungen finden sich nach ablauftechnischen Aspekten?

  • Voraufklärung, Nachaufklärung und Advanced-Team
  • Unmittelbarer PersSch, mittelbarer PersSch und der erweiterte PersSch
  • Präventiver PersSch, aktiver PersSch, reaktiver PersSch und der passive PersSch
  • Kombatativer PersSch, nicht-kombatativer PersSch u. zivile PersSch

Question 10

Welche der 2 Aussagen beschreibt den aktiven PersSch?

  • Alle Maßnahmen und Tätigkeiten zur Hintanhaltung und Abwendung der Schadensnahme einer spezifischen Schutzperson an Leib, Leben, Gesundheit, Freiheit und persönlicher Integrität, sowie jene Ihres unmittelbaren persönlichen und familären Umfeldes im zeitlichen und örtlichen Wirkungsraum potentieller Gefährdungen und Gefahrenquellen.
  • Das Begleiten und 'Führen' einer Schutzperson durch die Personenschützer im Nahbereich (0-5 m). Auch 'Innerer Ring/1. Kreis' 2. Hierbei gilt der Grundsatz: 'So weit od. diskret wie möglich, so nah wie erforderlich'.

Question 11

Alle Maßnahmen und Tätigkeiten im Vorfeld der potentiellen Gefährdungen und Gefahrenquellen für die Schutzperson (SP) beschreibt welche Form des PersSch?

  • Aktiver PersSch
  • Reaktiver PersSch
  • Passiver PersSch
  • Präventiver PersSch

Question 12

Das Begleiten und 'Führen' einer Schutzperson durch die Personenschützer im Nahbereich (0-5 m). Auch 'Innerer Ring/1. Kreis' genannt, (Hierbei gilt der Grundsatz: 'So weit od. diskret wie möglich, so nah wie erforderlich') ist die nähere Beschreibung zum mittelbaren PersSch!?

  • Nein, diese Beschreibung ist dem unmittelbaren PersSch zuzuschreiben!
  • Ja, der mittelbare PersSch umschreibt den Nahbereich zur SP!

Question 13

Die Abwehr tätlicher Angriffe, die Evakuierung der Schutzperson(en) aus dem
Gefahrenbereich, die Abwehr von Geiselnahmen, etc. sind Bestandteile welcher Form des PersSch?

  • Passiver PersSch
  • Aktiver PersSch
  • Präventiver PersSch
  • Reaktiver PersSch

Question 14

Das Begleiten der Schutzperson, die Installierung von Bewegungsmeldern und Alarmanlagen,
oder der Einsatz vom zusätzlichen Wachpersonal ermöglicht auch die Weiterleitung von
Ereignissen und zählt zur welcher Art von Schutz?

  • Passiver PersSch
  • Aktiver PersSch
  • Reaktiver PersSch
  • Präventiver PersSch

Question 15

Die Aufklärung aller für einen Personenschutzeinsatz (PersSchE) relevanten Tatsachen,
Umstände, Aspekte und örtlichen Gegebenheiten entlang einer genau definierten Strecke
(Route) und ihres unmittelbaren Umfeldes beschreibt welche Unterscheidung nach Aspekten?

  • Streckenaufklärung - nach dispositiven Aspekten
  • Geländeaufklärung - nach räumlichen Aspekten
  • Geländeaufklärung - nach ablauftechnischen Aspekten
  • Streckenaufklärung - nach räumlichen Aspekten

Question 16

Alle Maßnahmen des Personenschutzes, die durch natürliche Personen durchgeführt werden ist welchem PersSch, nach ansatztechnischer Unterscheidung der Aspekte, zuzuordnen?

  • Personeller PersSch
  • Technischer PersSch
  • Struktureller PersSch

Question 17

Die Gefährdung/Gefahr, resultierend aus sachlichen, örtlichen und/oder zeitlichen Zugehörigkeit/Befindlichkeit einer Schutzperson unter bestimmte Umgebungs- und Einflußparameter, beschreibt welche Art der Gefährdung/Gefahr?

  • Konkrete Gefährdung
  • Abstrakte Gefährdung

Question 18

Alle Maßnahmen technischer Natur des Personenschutzes ist welcher Unterscheidung nach Aspekten zuzuordnen?

  • ansatztechnischer Aspekt
  • ablauftechnischer Aspekt
  • räumlicher Aspekt
  • rechtlicher Aspekt

Question 19

Was ist die richtige Beschreibung zu einer konkreten Gefährdung?

  • Eine sachlich, örtlich bzw zeitlich näher bestimmbare und beschreibare spezifische Gefahrensituation kann einer Schutzperson zugeordnet werden.
  • Resultiert aus sachlichen, örtlichen und/oder zeitlichen Zugehörigkeit/Befindlichkeit einer Schutzperson unter bestimmte Umgebungs- und Einflußparameter.

Question 20

Was ist ein Personenschützer (PS)?

  • Eine Person, die mit konkreten Begleitschutz- u. Führungsaufgaben an bzw. im näheren Umfeld einer spezifischen Schutzperson oder einer geschlossenen Gruppe von Schutzpersonen betraut ist od. diese wahrnimmt.
  • Eine natürliche Person, die mit Maßnahmen und Tätigkeiten des Personenschutzes betraut ist bzw. diese wahrnimmt.

Question 21

Welche Gefahrenstufe beschreibt die folgende Definition? Eine prinzipielle Gefährdung liegt vor, eine konkrete Schadensnahme einer spezifischen Schutzperson/Gruppe von Schutzpersonen an Leib, Leben, Gesundheit und/oder der persönlichen Integrität ist nicht auszuschließen.

  • Gefahrstufe I
  • Gefahrenstufe II
  • Gefahrenstufe III

Question 22

Aus wie vielen SBG's (inkl. TL) besteht eine sogenannte 'Wedge' oder 'Keil'-Formation?

  • 2
  • 3
  • 4

Question 23

Die 'Staffel' oder 'Line' - Formation besteht aus wie vielen SBG's (inkl. TL)?

  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Question 24

In der Privatwirtschaft ist die 'Single' Formation die meistangewandte Schutzformation. Warum ist diese Formation nicht grundlegend empfehlenswert?

  • Diese Formation ist grundlegend nicht empfehlenswert, da der SBG mit unzähligen Aufgaben betraut ist und keinerlei Vorteile zu einem Angriff hat.
  • Diese Formation ist grundlegend nicht empfehlenswert, da der SBG mit unzähligen Aufgaben betraut ist und somit nicht sein Fachwissen am Besten umsetzen kann.

Question 25

Eine Evakuierung der SP hat immer zu welcher Seite zu erfolgen, unabhängig davon wer von den SBG's dieses Aufgabe übernimmt?

  • links von der SP
  • rechts von der SP
  • dem Angriff abgewandten Seite
  • immer zur Hausmauer

Question 26

Der 'Advanced' ist eine natürliche Person aus dem unmittelbaren PersSch?

  • Richtig
  • Falsch

Question 27

Die Bekleidung eines Personenschützers richtet sich nach dem geplanten Einsatzverlauf. Nach wie vielen Einsatzverläufen unterscheiden wir?

  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6

Question 28

Nach welchen 4 Einsatzverläufen wird die Bekleidung eines PersSchE gewählt?

  • diplomatischer Einsatz
  • demonstrativer Einsatz
  • repräsentativer Einsatz
  • ziviler Einsatz
  • verdeckter Einsatz
  • körperbelastender Einsatz

Question 29

Eine ständige Funkverbindung untereinander ist sicherzustellen?

  • Richtig
  • Falsch

Question 30

Jeder PS/SBG konzentriert sich auf seine Aufgaben, die er gemäß Aufgabenverteilung hat.

  • Richtig
  • Falsch

Question 31

Die PS/SBG haben sich in der Öffentlichkeit stets so zu verhalten, dass das Ansehen der Schutzperson(en) und der eingesetzten Kräfte nicht beeinträchtigt wird.

  • Richtig
  • Falsch

Question 32

Der PS/SBG trägt seine Waffe stets sichtbar und im gelandenen (od. halb-geladenen) Zustand.

  • Richtig
  • Falsch

Question 33

Verschwiegenheit über operative und dienstliche Angelegenheiten ist zu wahren. Auch nach
Beendigung eines PersSchE.

  • Richtig
  • Falsch

Question 34

Im Bereich der Schutzbegleitung zu Fuß liegt die primäre Schwachstelle in der Absicherung gegen
Angriffe von 'hinten'.

  • Richtig
  • Falsch