Mykotherapie Grundlagen

Herzlich willkommen im Lehrgang:

"Mykotherapie Grundlagen"

In diesem intensiven Lehrgang erlernen sie die Grundlagen der Mykotherapie

Einführung in die Mykotherapie

Der Begriff "Mykotherapie"

Der deutsche Begriff "Mykotherapie" beschreibt die Anwendung von bestimmten, ungiftigen Grosspilzen für medizinische, therapeutische oder gesundheitsfördernde Zwecke. Diese Gruppe von Grosspilzen werden in unserem Sprachraum "Vitalpilze", "Heilpilze" oder "Medizinalpilze" genannt. In englischer Sprache nennt man sie "Healing Mushrooms" (= heilende Pilze) oder "Medicinal Mushrooms" (= medizinische Pilze)

Abgeleitet wird der Begriff aus dem Griechischen: 

"Mykes" bedeutet "Pilz"

Pilze können heilen

Pilze können heilen. Mit dieser Thematik befasst sich die Mykotherapie. Doch ist die Anwendung von heilsamen Pilzen kein Novum. Vielmehr geriet dieses Wissen, besonders in Europa, im Laufe der Zeit in Vergessenheit. Pilze werden zwar seit ungefähr 30‘000 Jahren als Nahrung geschätzt, wenig bekannt ist jedoch, dass sie viele Tausend Jahre lang auch traditionell als Heilmittel Verwendung fanden. Besonders im asiatischen Raum entwickelte sich ein tiefes Wissen um ihre heilsame Wirkung. In der Geschichte der Medizin spielen Pilze eine wichtige Rolle, denn sie gehören zu den ältesten von Menschen verwendeten Naturheilmitteln überhaupt.

Pilze in der traditionellen Volksmedizin

Der wohl älteste Beleg über die Verwendung von Pilzen zu medizinischen Zwecken wurde bei der bekannten Gletschermumie "Ötzi" gefunden. Der "Mann vom Hauslabjoch" trug diverse Pflanzenteile und auch zwei Pilze (Porlinge) mit sich. Man vermutet, dass die in der Steinzeit lebenden Menschen bereits um die antimikrobielle Kraft dieser Pilze wussten.

Die "Traditionelle Chinesische Medizin" pflegt die Verwendung von Pilzen als Medizin vermutlich mehr als 2500 Jahre. Sie verwendet Rezepturen für über 300 verschiedene Pilze. Die früheste Aufzeichnung über die traditionelle medizinische Verwendung von Pilzen stammt aus der Zeit zwischen dem 2. und 3. Jahrhundert vor Christus.

Den Grundstein für die medizinische Verwendung von Pilzen in Europa legte kein Geringerer als "Hippokrates von Kos", der Urvater der Medizin. Bereits 5 Jahrhunderte vor Christus beschrieb er die Verwendung von getrockneten Pilzen zur Moxibustion. Die Ärzte der Antike, insbesondere Griechen und Römer, wussten bereits von der heilsamen Wirkung bestimmter Pilze und schätzen sie als exquisite Nahrungsmittel. Aufgrund religiöser Doktrin entwickelte sich in Europa aber eine Abneigung gegen Pilzgewächse. Mittelalterliche Autoren, wie z.B. die berühmte "Hildegarde von Bingen" beschäftigten sich in ihren Schriften zwar mit Pilzen. Auf diese Weise wurde das alte Wissen zumindest teilweise bewahrt. In der "Traditionellen Europäischen Medizin" (TEN) konnte sich trotzdem nie eine eigenständige, auf Pilzen basierte Therapieform durchsetzen. 

Generell ist die traditionelle Verwendung von Pilzen als Medizin weit verbreitet. Insbesondere die süd- und nordamerikanischen Ureinwohner sowie Völker aus borealen Klimazonen blicken auf eine lange Tradition zurück.

Wissenschaftliche Aufarbeitung

Vor rund 50 Jahren wurde im japanischen Ort "Nagano" eine der ersten epidemiologischen Studien über die krebshemmende Wirkung von Pilzen durchgeführt. Man hatte festgestellt, dass an diesem Ort weniger Menschen an Krebs erkrankten, als im restlichen Japan. Die Antwort: In "Nagano", dem Zentrum der Enokipilzzucht, assen die Menschen fast täglich Enokipilze. Die wissenschaftliche Untersuchung förderte schliesslich auch die krebshemmende Wirkung dieses Pilzes zu Tage. 1986 legte Prof. Tetsuro Ikekawa  dann auch die erste Studie zur antitumoralen Wirkung von verschiedenen Speisepilz-Extrakten vor und läutete damit den Durchbruch der Mykotherapie im Westen ein. 

Seit den 1970er Jahren werden Pilzwirkstoffe hinsichtlich ihrer medizinischen Wirkung insbesondere in China und Japan intensiv wissenschaftlich untersucht. Die Wirkung von Pilzen ist heute unbestritten und wird besonders hinsichtlich ihres Einsatzes in der Krebsmedizin sowie zur Behandlung von Fehlsteuerungen des Immunsystems eingehend erforscht. Aufgrund ihrer verschiedenen effizienten Regulations- und Wirkmechanismen sind heilsame Pilze dazu in der Lage einen tiefgreifenden gesundheitsfördernden Einfluss auf den Organismus von Mensch und Tier aus zu üben. Heute werden die durch Pilze ausgeübten heilsamen Wirkeffekte auf der ganzen Welt untersucht und erforscht.

Ökologie der Grosspilze

Pilze sind Eukaryoten

Pilze sind Eukaryoten = ihre Zellen besitzen einen Zellkern

Klassifikation der Vielzeller

Pilze bilden neben den Tieren und Pflanzen ein eigenes Reich in der biologischen Klassifikation der Vielzeller.

Lebenszyklus der Grosspilze

Lebenszyklus der Grosspilze

 

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Lebensweisen von Grosspilzen

Grosspilze unterscheiden sich in ihrer ökologischen Lebensweise.
In folgende drei Hauptgruppen werden sie unterteilt:

Saprophyten

Die meisten Grosspilze gehören zur Gruppe der Saprophyten. Als Destruenten zersetzen sie organische Reste wie tote Bäume oder abgestorbene Pflanzen und wandeln diese in lebenswichtige Ressourcen um.

Symbionten

Mykorrhiza-Pilze leben in enger Gemeinschaft mit Bäumen. Dabei um- und durchwächst das Myzelium des Pilzes die Wurzeln des Baumes. Über das Nervensystem ähnliche Geflecht werden Nährstoffe und Informationen getauscht.

Parasiten

Parasitär lebende Pilze befallen Bäume und andere Pflanzen und beziehen aus ihnen ihre Energie. Viele dieser Pilze können nach dem Absterben des Wirts als Destruenten weiterleben.

Video Mykorrhiza

Die Symbiose zwischen Pflanzen und Pilzen - Mykorrhiza

Video Dauer 2:48 Minuten

Das Wood-Wide-Web

Das Netzwerk im Wald

Baumpilze verbinden sich mit den Wurzeln von Bäumen zu einem riesigen Netzwerk. Dieses im Boden verborgene Geflecht, in der Fachsprache Mykorrhiza genannt, dient einem synergetischen Austausch zwischen Pilzen und Bäumen. Hilfreiche Nährstoffe und Informationen werden ständig hin und her geschickt. Der Pilz schützt seine Pflanzenpartner aber auch vor Schadstoffen oder starken klimatischen Schwankungen. Im Baumverbund wird dieses nervensystemähnliche Netzwerk zudem zur Kommunikation verwendet. Durch dieses auch als wood-wide-web bezeichnete, organische Internet senden sich Bäume untereinander Nachrichten in Form von chemischen Signalen. 

Video Wood-Wide-Web

Das Wood-Wide-Web

Video Dauer: 04:38 Minuten

Pilze stehen dem tierischen Stoffwechsel näher

Pilze sind den Menschen und Tieren näher verwandt als den Pflanzen.

Pilze stehen dem tierischen Stoffwechsel nahe. Rund 800 Millionen Jahre ist es her, seit in der Frühzeit der Erde die Entwicklung von Pflanzen einen eigenen Verlauf nahm und die Entstehung von Pilzen und Tieren weiterhin längere Zeit zusammen verlief. Darum weist das Erbgut von Menschen und Tieren eine nähere Verwandtschaft zu Pilzen auf, als zur grünen Pflanzenwelt. Aufgrund dieser Parallelen sind Pilze und ihre Inhaltsstoffe für uns sehr gut verwertbar.

Wie sich Pilze ernähren

Pilze verdauen ihre Nahrung ausserhalb des Körpers.

Pilze können ihre Energie nicht mit Hilfe von Sonnenlicht gewinnen und sie produzieren auch keinen Sauerstoff. Sie benötigen wie Menschen und Tiere organische Nahrung. Zu diesem Zweck verfügt der Pilz über Enzyme, die er über die feinen Fäden seines Myzels ausscheidet, das ihn umgebende Substrat auf diese Weise auf molekularer Ebene spaltet und die so gelösten Nährstoffe danach wieder absorbiert.

Lebensräume von Pilzen

Pilze sind geniale Anpassungskünstler

Pilze kommen überall auf der Welt vor. Man findet Pilze in trockenen und heissen Wüsten, so wie auch in eiskalten Regionen wie der Arktis und Antarktis. Pilze leben als Parasiten innerhalb und auf den Körpern von anderen Lebewesen. Sogar unter Wasser, am Grund des Ozeans, fanden Wissenschaftler marine Pilzarten. Pilze leben im Sand und auf Felsen, in Beton, im Kühlschrank und in Treibstoffiltern von Flugzeugen. Pilzsporen können selbst im Weltall überleben. Sogar in hochgradig verseuchten oder radioaktiv verstrahlten Gebieten gibt es Pilze, die sich den besonderen Bedingungen dieser eigentlich unbewohnbaren Räume angepasst haben. Es existieren überdies sogar Pilze, die sich allein von radioaktiver Strahlung ernähren können und innerhalb von Atomreaktoren gedeihen.

Pilzsignaturen Übersicht

Pilzsignaturen

  • Agaricus blazei Murrill (ABM)
  • Auricularia polytricha
  • Chaga
  • Champignon
  • Coprinus comatus
  • Cordyceps sinensis
  • Coriolus versicolor
  • Enokitake
  • Hericium erinaceus
  • Maitake
  • Pleurotus ostreatus
  • Polyporus umbellatus
  • Reishi
  • Shiitake

 

Auricularia 1

Signatur Auricularia polytricha

Auricularia polytricha / auricula-judae

✪ Andere Bezeichnungen

Deutsch

Judasohr, Chinesische Morchel, Baumohr, Waldohr

Englisch

Black Fungus, Jew’s Ear, Wooden Ear

Japanisch

Kikurage, Senji

Chinesisch

Mu Err, Mu erh, Mo-er, Liu er

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Hinweis

Die beiden Pilze Auricularia polytricha und Auricularia auricula-judae werden in der Literatur wiederholt gleichgesetzt oder sogar als identisch bezeichnet. Die Mykologen Po Liu und Yun-sun Bau bestätigten im Jahre 1980 in ihrer Abhandlung „Fungi Pharmacopoeia“ dass die beiden Arten hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und Verwertbarkeit als Nahrung austauschbar sind.

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Wirkung

Signatur Auricularia polytricha

  • blutgerinnungshemmend
  • thrombozytenaggregations-hemmend
  • durchblutungsfördernd und antithrombotisch
  • entzündungshemmend auf Haut, Augen und Schleimhäute
  • krebshemmend
  • blutzuckersenkend und antidiabetisch
  • schützend und befeuchtend auf die Schleimhäute
  • regulierend auf den Fettstoff-wechsel (Cholesterin, LDL, Triglyceride)
  • atherosklerosehemmend
  • immunstabilisierend
  • antioxidativ und radikalfangend
  • blutdrucksenkend
  • stärkend und schützend auf das Bindegewebe

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Auricularia polytricha

  • Durchblutungsstörungen (auch nach Unfällen)
  • Stenosen, Cauda-equina-Syndrom
  • Entzündungen von Augen, Haut, Schleimhaut und Bindegewebe
  • Erkrankungen von Herz- und Herzgefässen
  • Sommerekzemprophylaxe
  • Lähmungen, Gefühllosigkeit der Extremitäten
  • Entzündung der Analdrüsen, Analfisteln, Hämorrhoiden
  • Krebserkrankungen (Sarcoma, Darm- und Lungenkrebs)
  • Regulation des Blutdrucks
  • Begleitende Therapie bei Hufrehe und Arthrose

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Qualitäten Auricularia polytricha

Signatur Auricularia polytricha

Geschmack

  • sehr mild bis leicht süss

Temperatur

  • neutral

Eigenschaften

  • tonisierend
  • befeuchtend
  • aktivierend
  • regt die Zirkulation an
  • regulierend
  • Yin-Qualität

Energetik

  • tonisiert und aktiviert das Blut
  • tonisiert Qi von Mi, Ma, He, Lu
  • stützt das Yin
  • befeuchtet Lunge, Magen und Dickdarm

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Signatur Auricularia polytricha

Organbezug

Westlich

  • Blut
  • Blutgefässe
  • Herz
  • Darm
  • Augen
  • Haut
  • Schleimhäute
  • Bindegewebe

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Lunge
  • Dickdarm
  • Leber

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Metall
  • Holz

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Signatur Chaga

Chaga (Inonotus obliquus)

✪ Andere Bezeichnungen

Deutsch

Schiefer Schillerporling

Englisch

Sterile Conk Trunk, Rot of Birch, Clinker Polypore

Russisch

Tschaga (Chaga)

Norwegisch

Kreftkjuke

Finnisch

Pakurikääpä

Japanisch

Kabanoanatake

Chinesisch

Hua Jie Kong Jun, Bai Hua Rong

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Wirkung

Signatur Chaga

  • immunstärkend und immunmodulierend
  • stark antioxidativ
  • adaptogen
  • krebshemmend, tumorhemmend und antimutagen
  • antimetastatisch
  • geno- und strahlenprotektiv
  • antiinflammatorisch und schmerzhemmend
  • antiallergisch
  • schützend auf die Leber
  • blutzuckersenkend
  • tonisierend auf Nieren, Leber und Magen
  • antiparasitär, antibakteriell und antiviral

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Chaga

  • Modulation und Stärkung des Immunsystems
  • Krebserkrankungen (Melanome, Sarkome, Karzinome)
  • Magen-Darm-Erkrankungen, Gastritis, Magenulzera, IBD
  • Bakterielle, protozoäre sowie virale Infektionen
  • Wurmbefall
  • Entzündungshemmung
  • Lebererkrankungen
  • Erkrankungen von Haut und Fell
  • Allergien
  • Zur allgemeinen Stärkung

Hinweis:

Wirksam gegen Katzen spezifische Viren wie

  • Feline Calciviren
  • Feliner Panleukopenie-Virus
  • Feline Corona-Viren
  • Feliner Influenzavirus
  • Feline Herpesviren
    (Tian et al. 2017)

Wirksam gegen Protozoa

  • Toxoplasma gondii (in vitro und in vivo)
    (Li et al. 2010/2011)

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Qualitäten Chaga

Signatur Chaga

Geschmack

  • neutral bis süss

Temperatur

  • neutral bis leicht warm

Eigenschaften

  • tonisierend
  • stark schützend
  • ausleitend
  • nährend

Energetik

  • tonisiert Qi und “Wei-Qi“
  • nährt Nieren-Essenz (Jing)
  • tonisiert und beruhigt Le, He und Shen
  • beseitigt schädlichen Wind
  • leitet Toxine aus

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Signatur Champignon

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Milz
  • Darm
  • Lunge
  • Leber
  • Speiseröhre
  • Haut
  • Immunsystem

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Leber
  • Herz
  • Nieren

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Holz
  • Wasser
  • Feuer

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Signatur Champignon

Champignon

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Agaricus bisporus

Deutsch

Zweisporiger Egerling

Französisch

Champignon de Paris

Englisch

White Button,

Common oder Crimini Mushroom

Italienisch

Portobello

Chinesisch

Mo Gu

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Wirkung

Signatur Champignon

  • aufbauend und tonisierend
  • senkend auf den Blutzucker
  • regulierend auf den Fettstoff-wechsel (Cholesterin, LDL, Triglyceride)
  • regulierend auf den Leberstoffwechsel
  • antibakteriell (Staphylokokken, MRSA)
  • krebs- und tumorhemmend
  • antioxidativ und radikalfangend

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Champignon

  • Kraftlosigkeit, Müdigkeit, Rekonvaleszenz
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Begleitend bei Krebs (Mamma-tumore, Prostata- und Darmkrebs)
  • Leberstoffwechselstörungen und Steatosis
  • Unterstützung einer gesunden Wundheilung und Vorbeugung von übermäßiger Narbenbildung
    (siehe Hinweis)

Hinweis:

Für die spezielle Wirkung des Pilzes auf die Proliferation von Fibroblasten bei der Wundheilung von Augenverletzungen und der übermässigen Entstehung von Granulationsgewebe (Caro luxu-rians) ist ein Lektin verantwortlich.

Lektine sind Proteine und werden beim Extraktions- und Koch-vorgang inaktiviert.

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Qualitäten Champignon

Signatur Champignon

Geschmack

  • süss

Temperatur

  • neutral bis leicht kühlend

Eigenschaften

  • befeuchtend
  • nährend
  • stärkend
  • tonisierend
  • wandelt Schleim

Energetik

  • tonisiert Mi, Ma, Lu, Di
  • tonisiert Qi von Mi und Ma
  • wirkt befeuchtend bei Trockenheit
  • tonisiert “Wei-Qi“
  • führt das Qi der Lunge abwärts

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Signatur Champignon

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Darm
  • Lunge

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Lunge
  • Dickdarm

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Metall

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Signatur Coprinus comatus

Coprinus comatus

✪ Andere Bezeichnungen

Deutsch

Schopftintling, Spargelpilz

Englisch

Shaggy ink cap

Chinesisch

Mao Tou Gui San

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Wirkung

Signatur Coprinus comatus

  • regulierend auf den Blutzucker (Diabetes Typ 1 + 2)
  • antidiabetisch und verbessernd auf die Glukosetoleranz
  • regulierend auf die Verdauung
  • krebs- und tumorhemmend
  • antiandrogen und antiöstrogen
  • hilfreich bei Hämorrhoiden und entzündeten Analdrüsen
  • antibakteriell (Staphylokokken,
    E. coli)
  • antifungal (Candida albicans)

antioxidativ und radikalfangend

leberschützend

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Coprinus comatus

  • Diabetes Typ 1 + 2 sowie Insulinresistenz (zusammen mit Maitake)
  • Verdauungsstörungen und Verstopfung
  • Bakterielle Infektionen des Magen-Darm-Traktes
  • Krebs (Mammatumore, Prostata-krebs, Sarkome, Myome, Lipome)
  • Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Equines Metabolisches Syndrom (EMS)
  • Hufrehe
  • Entzündungen und Tumore der Analbeutel und Analdrüsen
  • Hämorrhoiden
  • Antioxidativer Leberschutz

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Qualitäten Coprinus comatus

Signatur Coprinus comatus

Geschmack

  • süss

Temperatur

  • neutral bis leicht kühlend

Eigenschaften

  • besänftigend
  • befeuchtend
  • tonisierend
  • gleicht Hitze aus
  • löst Nahrungs-Stagnationen

Energetik

  • tonisiert Mi und Ma
  • tonisiert Yin von Ma, Lu, Ni
  • baut Flüssigkeit auf

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Signatur Coprinus comatus

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Darm
  • Leber
  • Exokriner Pankreas

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Nieren

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Wasser

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Signatur Cordyceps sinensis

Cordyceps sinensis

✪ Andere Bezeichnungen

Synonym

Ophiocordyceps sinensis

Deutsch

Chinesischer / Tibetischer Raupenpilz

Englisch

Caterpillar Fungus

Tibetisch

Yartsa Gunbu

Japanisch

Totsu kasu

Chinesisch

Dong Chong Xia Cao

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Wirkung

Signatur Cordyceps sinensis

  • modulierend und stärkend auf das Immunsystem (TH2)
  • leistungssteigernd und adaptogen
  • antiinflammatorisch
  • antibakteriell und antiparasitär
  • regulierend auf das Hormon-system und das vegetative Nervensystem
  • ausgleichend bei Arrhythmien des Herzens
  • antioxidativ, radikalfangend und hemmend auf Alterungsprozesse
  • krebshemmend
  • chemo- und strahlenprotektiv

neuroprotektiv

regenerierend auf die Muskulatur

fördernd auf die Durchblutung

schützend und stärkend auf Nieren, Leber, Lungen und Bronchien

schleimlösend

senkend auf Cholesterin und Blutzucker

stärkend auf die Libido, die Fertilität und die Potenz

blutungshemmend

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Cordyceps sinensis

  • Immunmodulation TH2
  • Autoimmunerkrankungen
  • Als einziger Vitalpilz bei Nieren-schwäche und Niereninsuffizienz
  • Leistungssteigerung
  • Erschöpfungszustände, Rekonvaleszenz, Alter
  • NN/NNR-Schwäche oder NN/NNR-Insuffizienz (Morbus Addison)
  • Herzrhythmusstörungen und neurovegetative Dysfunktionen
  • Stress
  • Unter- und Überfunktionen, Entzündungen und Tumore der Schilddrüse
  • Hormonelles Ungleichgewicht, Scheinträchtigkeit, Depressionen
  • Lungenfunktionsstörungen, Husten, Pneumonie,
  • Bronchitis, Asthma, COPD/RAO
  • Bakterielle Infektionen und Erkrankungen (z. B. Borreliose)
  • Entgiftung und Stärkung der Leber
  • Arthrose, Arthritis, muskuläre Beschwerden
  • Impotenz, Verbesserung der Sperma-Qualität
  • Krebserkrankungen, begleitende onkologische Therapie

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Qualitäten Cordyceps sinensis

Signatur Cordyceps sinensis

Geschmack

  • Süss bis leicht bitter

Temperatur

  • warm

Eigenschaften

  • stark tonisierend
  • schützend
  • nährend
  • klärt den Geist (Shen-Wirkung)

Energetik

  • Yin-nährend und Yang-belebend
  • tonisiert Qi und Blut
  • nährt Nieren-Essenz (Jing)
  • tonisiert Nieren-Yang
    (Ming Meng = Tor der Vitalität)
  • tonisiert Mi, Lu, Ni, He und Le
  • tonisiert Yin der Lunge
  • tonisiert “Wei-Qi“

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Signatur Cordyceps sinensis

Organbezug

Westlich

  • Nieren, Harnblase und Harnwege
  • Leber
  • Lungen, Bronchien, Atemwege
  • Herz
  • Nebennieren
  • Schilddrüse
  • Gelenke und Muskeln
  • Gehirn, Nervensystem
  • Immunsystem

Nach TCM / Zang_Fu

  • Lunge
  • Nieren

Wandlungsphasen nach TCM

  • Metall
  • Wasser

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Signatur Coriolus versicolor

Coriolus versicolor

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Trametes versicolor, Polyporus versicolor

Deutsch

Schmetterlingsporling, Schmetterlingstramete

Englisch

Turkey Tail, Cloud Mushroom

Japanisch

Kawaratake

Chinesisch

Yun Zhi

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Wirkung

Signatur Coriolus versicolor

  • entgiftend, stärkend und belebend
  • antibakteriell, antiviral, antifungal und antiparasitär
  • stärkend und ausgleichend auf das Immunsystem
  • ergänzend bei einer onkologischen Therapie
  • regulierend auf eine gestörte Leberfunktion
  • antiinflammatorisch
  • antioxidativ
  • schleimlösend
  • leitet pathogene Faktoren aus

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Coriolus versicolor

  • Ausgleichung und Stärkung des Immunsystems
  • Virale Infektionen (z. B. Staupe, Herpes, Papillomatose, Zwinger-husten)
  • Bakterielle Infektionen (Darm, Harn-/Geschlechtsorgane, Atem-wege)
  • Pilzerkrankungen (Mykosen)
  • Befall durch Endo- und Ektoparasiten
  • Stärkung der allgemeinen Konstitution
  • Entzündungen und Infektionen der Lunge und Bronchien
  • Akute und chronische Darmentzündungen, IBD
  • Lebererkrankungen (z. B. Fibrose, Vergiftung, Hepatitis canis)
  • Toxoplasmose
  • Gingivitis-Stomatitis-Pharyngitis-Erkrankungen
  • Warzen, Papillomatose
  • Equines und Felines Sarkoid
  • Krebserkrankungen

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Qualitäten Coriolus versicolor

Signatur Coriolus versicolor

Geschmack

  • süss

Temperatur

  • neutral bis leicht kühlend

Eigenschaften

  • tonisierend
  • schützend
  • ausgleichend
  • leitet pathogene Faktoren aus

Energetik

  • tonisiert Qi von Mi, Ma, He
  • nährt Nieren-Essenz (Jing)
  • reguliert Leber-Qi
  • tonisiert “Wei-Qi“
  • löst Feuchtigkeit und Schleim

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Signatur Coriolus versicolor

Organbezug

Westlich

  • Leber
  • Milz
  • Lungen, Bronchien, Atemwege
  • Harnblase und Harnwege
  • Haut

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Leber
  • Herz
  • Nieren

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Holz
  • Feuer
  • Wasser

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Signatur Enokitake

Enokitake

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Flammulina velutipes, Collybia velutipes

Deutsch

Samtfussrübling, Winterpilz

Englisch

Golden Needle,

Winter oder Lily Mushroom

Chinesisch

Jin Zhen Gu, Jingu

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Wirkung

Signatur Enokitake

  • antibakteriell, antiviral, antifungal
  • krebs- und metastasenhemmend
  • hemmend auf die Proliferation von Krebszellen
  • immunstärkend und immun-modulierend (TH1)
  • antiinflammatorisch
  • antiallergisch
  • cholesterinsenkend
  • antioxidativ und radikalfangend
  • leberschützend
  • abmildernd auf die Neben-wirkungen einer onkologischen Therapie

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Enokitake

  • Modulation und Stärkung des Immunsystems (TH1)
  • Allergien
  • Virale Infektionen
  • Bakterielle Infektionen und Erkrankungen
  • Pilzerkrankungen (Mykosen)
  • Lebererkrankungen
  • Atemwegserkrankungen, Lungen-entzündung
  • Magenschleimhautentzündung, Gastritis
  • Chronische Darmentzündungen, IBD
  • Cholesterinsenkung (Pulver, gekochter Pilz)
  • Krebserkrankungen (Sarkome, Melanome, Karzinome)

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Qualitäten Enokitake

Signatur Enokitake

Geschmack

  • umami

Temperatur

  • kühlend bis kalt

Eigenschaften

  • tonisierend
  • schützend
  • regulierend

Energetik

  • tonisiert Qi und “Wei-Qi“
  • tonisiert Lu, Ma, Le
  • reguliert Le-Qi
  • kühlt Hitze

Achtung:

Nicht anwenden bei Milz-Qi-Schwäche

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Signatur Enokitake

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Leber
  • Lungen
  • Darm
  • Immunsystem

Nach TCM / Zang_Fu

  • Lungen
  • Magen
  • Leber

Wandlungsphasen nach TCM

  • Metall
  • Erde
  • Holz

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Signatur Hericium erinaceus

Hericium erinaceus

✪ Andere Bezeichnungen

Deutsch

Igelstachelbart, Affenkopfpilz, Löwenmähne

Englisch

Lion’s Mane, Bearded Tooth

oder Hedgehog Mushroom

Japanisch

Yamabusitake

Chinesisch

Pom-Pom, Hou Tou Gu

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Wirkung

Signatur Hericium erinaceus

  • regulierend bei Magen- und Darmproblemen
  • antibakteriell (Heliobakter pylori, Staphylococcus aureus)
  • ausgleichend auf das vegetative Nervensystem
  • adaptogen und leistungs-steigernd
  • neurotrop, neuroprotektiv, stimulierend auf Nerven-wachstumsfaktoren
  • schützend auf Nervenzellen
  • stärkend auf das Immunsystem
  • senkend auf den Blutzucker, das Cholesterin und die Triglyceride

atherosklerosehemmend

blutstillend, entzündungs- und schmerzhemmend

befeuchtend auf die Schleim-häute

tumorhemmend und anti-mutagen

antiangiogenetisch, metastasen-hemmend

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Hericium erinaceus

  • Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes und der Speiseröhre
  • Verdauungsstörungen, Magen-Darm-Infektionen
  • Darmsanierung (auch begleitend bei Allergien)
  • Säure-Reflux, Sodbrennen
  • Ösophagitis, Regurgitation
  • Gastritis, Reizdarmsyndrom
  • Leberentzündung
  • Entzündungen und Geschwüre der Verdauungsorgane
  • Vegetative Dysfunktionen
  • Nervenschäden, Neuropathie
  • Demenz, Canine Kognitive Dysfunktion
  • Erschöpfung, Kachexie
  • Krebserkrankungen der Verdauungsorgane sowie der Leber und Milz
  • Begleitende onkologische Therapie

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Qualitäten Hericium erinaceus

Signatur Hericium erinaceus

Geschmack

  • süss

Temperatur

  • ausgeglichen bis leicht kühlend

Eigenschaften

  • befeuchtend
  • nährend / tonisierend
  • ausgleichend
  • besänftigend
  • zerstreut Hitze
  • beruhigt den Geist (Shen)

Energetik

  • tonisiert Qi von Milz und Magen
  • tonisiert Magen-Yin
  • tonisiert Funktionen von
    Dü, Di, Le
  • zerstreut Hitze, wirkt befeuchtend und kühlend
  • nährt Nieren-Essenz (Jing)
  • Shen-Wirkung (Ni, He)

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Signatur Hericium erinaceus

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Darm
  • Speiseröhre
  • Milz
  • Leber
  • Gehirn, Nervensystem, Nerven

Nach TCM / Zang_Fu

  • Magen
  • Milz
  • Leber
  • Nieren
  • Herz

Wandlungsphasen nach TCM

  • Alle 5 Funktionskreise
  • Besonders Milz, Magen, Leber, Nieren

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Signatur Maitake

Maitake

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Grifola frondosa, Polyporus frondosus

Deutsch

Klapperschwamm, Henne des Waldes

Englisch

Hen-Of-The-Woods, Sheep’s head

oder Signorina Mushroom

Japanisch

Kumotake (Maitake)

Chinesisch

Huishuhua, Keisho

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Wirkung

Signatur Maitake

  • immunstärkend und immun-modulierend
  • Schmerz- und entzündungs-hemmend (COX-2 Hemmung)
  • schützend auf T-Helferzellen
  • antibakteriell, antiviral, anti-parasitär
  • krebshemmend, antiangio-genetisch, metastasenhem-mend
  • chemoprotektiv
  • adaptogen bei Stress (Erhöhung der Stressresistenz)

blutzuckersenkend, anti-diabetisch (gegen Diabetes mellitus Typ 2)

schützend auf die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse

blutdrucksenkend

knochenstärkend (Ergosterol)

leberschützend

antihämolytisch

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Maitake

  • Krebserkrankungen (Mamma-tumore, Blasen-, Leber-, Lungen-, Pankreaskrebs)
  • Metastasen (auch präventiv)
  • Immunschwäche (ausgleichend zwischen TH1 und TH2)
  • Diabetes 2 und Insulinresistenz
  • Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Equines Metabolisches Syndrom (EMS)
  • Regulation des Fettstoffwechsels
  • Infektionen Herpes simplex 1
  • Chronische Darmentzündungen (IBD)
  • Hepatitis, Lebererkrankungen
  • Leberschutz
  • Leukopenie (Mangel an Leuko-zyten), Leukose (Leukämie)
  • Begleitende onkologische Therapie

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Qualitäten Maitake

Signatur Maitake

Geschmack

  • süss
  • mild

Temperatur

  • neutral
  • ausgeglichen

Eigenschaften

  • tonisierend
  • ausgleichend
  • kühlt Hitze

Energetik

  • tonisiert die Funktionen von Mi, Ni, Bl
  • tonisiert Yin von Lu, Ma, Ni
  • nährt Nieren-Essenz (Jing)
  • tonisiert “Aufrechtes Zheng Qi“
  • löst Feuchtigkeit und kühlt Hitze

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Signatur Maitake

Organbezug

Westlich

  • Leber
  • Darm
  • Exokriner Pankreas
  • Immunsystem
  • Knochenmark

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Nieren
  • Blase

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Wasser

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Signatur Pleurotus ostreatus

Pleurotus ostreatus

✪ Andere Bezeichnungen

Deutsch

Austernseitling, Austernpilz

Englisch

Oyster Mushroom

Französisch

Pleurote en huitre

Japanisch

Hiratake, Tomogitake

Chinesisch

Ping Gu

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Wirkung

Signatur Pleurotus ostreatus

  • antibakteriell
  • antifungal (Candida albicans)
  • antimutagen
  • entzündungshemmend (COX-2 Hemmung)
  • prostaglandinsenkend
  • antioxidativ und schützend gegen freie Radikale
  • atherosklerosehemmend
  • schützend auf den Magen
  • krebshemmend
  • stärkend und aktivierend auf die TH1-Immunabwehr

aufbauend und kräftigend

schleimhemmend

entspannend und regenerierend auf Gelenke und Muskulatur

senkend auf Cholesterin, LDL, Triglyceride und Phospholipide

hypoglykämisch, regulierend auf den Blutzucker

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Pleurotus ostreatus

  • Erhöhte Cholesterin- und Blutfettwerte, Übergewicht, Fettleibigkeit
  • Insulinresistenz, Diabetes Typ 2
  • Krebserkrankungen (Sarcoma, Mammatumore, Darmkrebs)
  • Schutz vor freien Radikalen
  • Chronische Darmentzündungen (IBD)
  • Magenulzera, Gastritis
  • Bakterielle Infektionen
  • Beschwerden der Muskulatur, Gelenke, Sehnen und Blutgefäße
  • Atherosklerose
  • Rekonvaleszenz und Appetitlosigkeit
  • Begleitend bei Diabetes, Hypothyreose, koronaren Herzerkrankungen

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Qualitäten Pleurotus ostreatus

Signatur Pleurotus ostreatus

Geschmack

  • süss
  • mild

Temperatur

  • neutral bis warm

Eigenschaften

  • nährend / tonisierend
  • ausgleichend
  • regulierend
  • leitet Schleim und Feuchtigkeit aus

Energetik

  • tonisiert das Qi von Mi, Ma, Ni, He, Lu, Le
  • nährt Nieren-Essenz (Jing)
  • tonisiert “Wei-Qi“
  • löst Feuchtigkeit und kühlt Hitze
  • reguliert die Körperflüssigkeiten

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Signatur Pleurotus ostreatus

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Darm
  • Leber
  • Pankreas

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Leber

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Holz

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Signatur Polyporus umbellatus

Polyporus umbellatus

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Grifola umbellata

Deutsch

Eichhase

Englisch

Lumpy Bracket, Umbrella Polypore,

Chuling

Japanisch

Chorei-maitake

Chinesisch

Zhu Ling

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Wirkung

Signatur Polyporus umbellatus

  • entwässernd, antiödematös ohne Kaliumverlust (z. B. bei Herz-insuffizienz und Nierenschwäche)
  • antibakteriell
  • immunaktivierend
  • anregend auf das lymphatische System
  • anregend auf das Haarwachstum (Triterpene)
  • öffnend auf die Schweißdrüsen-poren und verbessernd auf die Hautstruktur
  • entspannend auf die Muskulatur
  • antioxidativ

hemmend auf Plasmodien (Babesiose, Malaria)

blutdrucksenkend

strahlenprotektiv

krebshemmend

antirezidiv bei Blasenkrebs

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Polyporus umbellatus

  • Entwässerung, Ödeme allgemein, bei Herzinsuffizienz und Nierener-krankungen
  • Bakterielle Infektionen des Urogentitaltraktes und des Darmes
  • Miktionsbeschwerden, Entzündungen der Harnwege und der Blase
  • Begleitende Therapie bei Blasensteinen
  • Clamydien-Infektionen
  • Regulation des lymphatischen Systems
  • Verbesserung der Hautstruktur
  • Hämolytische Anämie
  • Krebs (Harnröhre, Blase, Leber, Lunge, Leukämie, Sarkome)
  • Begleitende onkologische Therapie

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Qualitäten Polyporus umbellatus

Signatur Polyporus umbellatus

Geschmack

  • süss

Temperatur

  • neutral bis leicht kühlend

Eigenschaften

  • tonisierend
  • ausleitend
  • aktivierend
  • schützend
  • unterstützt die Funktionen der unteren Körperöffnungen

Energetik

  • tonisiert Mi, Ni, Bl, Lu und ihre Funktionen
  • tonisiert Herz-Qi

Achtung:

Nicht anwenden in Trocken-Symtomatik resp. bei Fehlen von Wasser und Feuchtigkeit!

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Signatur Polyporus umbellatus

Organbezug

Westlich

  • Nieren
  • Harnblase und Harnwege
  • Leber
  • Milz
  • Knochenmark
  • Haut
  • Haare

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Nieren
  • Blase

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Wasser

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Signatur Reishi

Reishi

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Ganoderma lucidum

Deutsch

Glänzender Lackporling

Chinesisch

Ling Zhi

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Wirkung

Signatur Reishi

  • adaptogen bei Stress
  • antidiabetisch (Diabetes mellitus Typ 2), senkend auf Glukose und Insulin
  • antikanzerogen, antiangiogene-tisch, tumor- und metastase-hemmend
  • antibakteriell gegen Staphylo-kokken, Streptokokken, MRSA
  • antiviral (Herpes, Hepatitis, HIV)
  • antimykotisch (Aspergillus niger, Trichophyten, Microsporum)
  • antiinflammatorisch und schmerzlindernd (COX-2 Hemmung)

antihistaminisch und immunmodulierend bei Allergien

antiatherosklerotisch

antiandrogen

antioxidativ und radikalfangend

gefäßschützend

antithrombotisch und thrombozytenaggregationshemmend

erschöpfungshemmend und leistungssteigernd

positiv auf die Hautgesundheit und das Fellwachstum

regulierend auf den Blutdruck und die Blutfettwerte

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Signatur Reishi

  • schützend und entgiftend auf die Leber
  • schützend auf die Nieren, das Herz und auf die Beta-Zellen des Pankreas
  • stärkend auf das Herz-Kreislauf-system
  • stärkend und modulierend auf das Immunsystem
  • Strahlen- und chemoprotektiv
  • wundheilungsfördernd

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Reishi

  • Allergien (Pollen, Futtermittel etc.)
  • Lebererkrankungen, Leberent-giftung
  • Asthma, Bronchitis, Lungen-erkrankungen
  • Erschöpfung, Müdigkeit, Alters-beschwerden
  • Immunschwäche, bakterielle und virale Infektionen
  • Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
  • Entzündungen sowie gut- und bösartige Neoplasien der Prostata
  • Analdrüsentumore (Adenome + Karzinome)
  • Chronische Darmentzündungen (IBD)
  • Hauterkrankungen und Fellprobleme
  • Störung von Blutdruck und Fettstoffwechsel
  • Herz- und Kreislauferkrankungen, Herzrhythmusstörungen
  • Gelenksentzündungen, Arthrose, Arthritis
  • Lupus erythematodes
  • Wundheilung
  • Diabetes (sekundär)
  • Krebserkrankungen
  • Begleitende onkologische Therapie

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Qualitäten Reishi

Signatur Reishi

Geschmack

  • bitter
  • süss

Temperatur

  • neutral bis leicht warm

Eigenschaften

  • tonisierend
  • schützend
  • regulierend
  • ausgleichend
  • ausgleichend
  • klärend auf den Geist (Shen-Wirkung)

Energetik

  • tonisiert , nährt und unterstützt Qi und Blut
  • tonisiert Mi, Ma, He, Lu
  • nährt das Herz-Blut
  • unterstützt Nieren-Essenz (Jing)
  • entgiftet und reguliert die Leber
  • unterstützt das “Wei-Qi“
  • wandelt Schleim

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Signatur Reishi

Organbezug

Westlich

  • Herz
  • Magen
  • Darm
  • Leber
  • Nieren
  • Harnblase und Harnwege
  • Gehirn, Nervensystem
  • Exokriner Pankreas
  • Schilddrüse
  • Gelenke
  • Haut
  • Haare

Nach TCM / Zang_Fu

  • Herz
  • Leber
  • Lunge
  • Milz
  • Magen
  • Nieren

Wandlungsphasen nach TCM

  • Alle 5 Funktionskreise

© 2018

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Signatur Shiitake

Shiitake (japanisch)

✪ Andere Bezeichnungen

Latein

Lentinula edodes

Deutsch

Pasaniapilz

Englisch

Oakwood Mushroom,

Golden Oak Mushroom,

Black Forest / Black Mushroom

Französisch

Lentin du chene

Chinesisch

Hua Gu, Xiang Gu, Shaingugu,

Qua Gu

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Wirkung

Signatur Shiitake

  • Aktivierend und stärkend auf das Immunsystem
  • aufbauend auf die Muskulatur
  • verkürzend auf muskuläre Erholungsphasen
  • antibakteriell und antifungal
  • tumorhemmend und antikanzerogen
  • antiatherosklerotisch
  • thrombozytenaggregationshem-mend
  • stärkend, schützend und entgiftend auf die Leber

erschöpfungshemmend und anregend

Blutdruck und Cholesterin senkend

aufbauend auf die Darmflora

antioxidativ und entgiftend

knochenstärkend (Ergosterol)

© 2018

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Einsatzgebiete beim Tier

Signatur Shiitake

  • Arthrose, Arthritis, Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Hüft- und Ellbogendysplasie, Spondylose
  • Osteoporose, Knochenstärkung
  • Stenosen, Cauda-Equina
  • Immunschwäche, bakterielle und virale Infektionen
  • Leukopenie, Leukose
  • Störung des Fettstoffwechsels
  • Senkung von Cholesterin und Bluthochdruck
  • Lebererkrankungen, Fibrose
  • Hufrehe
  • Krebserkrankungen (Sarkome, Magen, Darm, Leber, Brust, Blase, Prostata)
  • Begleitende onkologische Therapie

© 2018

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Qualitäten Shiitake

Signatur Shiitake

Geschmack

  • süss
  • umami

Temperatur

  • neutral

Eigenschaften

  • tonisierend
  • nährend
  • aktivierend
  • schützend

Energetik

  • tonisiert, nährt und reguliert Mi, Ma, Lu und Le
  • tonisiert “Wei-Qi“
  • aktiviert Blut und verbessert die Zirkulation
  • füllt die Mitte und die Leber auf

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Signatur Shiitake

Organbezug

Westlich

  • Magen
  • Darm
  • Leber
  • Blut
  • Immunsystem
  • Gelenke
  • Pankreas

Nach TCM / Zang_Fu

  • Milz
  • Magen
  • Lungen
  • Leber

Wandlungsphasen nach TCM

  • Erde
  • Metall
  • Holz

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Vitalpilzpräparate Ausgangslage

Produkte und Qualität

  • Bislang existiert kein einheit-licher Standard bezüglich der Herstellung und Qualität von Vitalpilzprodukten.

Einflussfaktoren wie

  • der verwendete Pilzstamm,
  • die Substratzusammensetzung,
  • die Anbau- und Wachstums-bedingungen,
  • der Erntezeitpunkt,
  • der verarbeitete Pilzteil (Myzel (inkl. Substrat), Primordien, Sporen oder Fruchtkörper),
  • der Vermahlungsgrad sowie
  • das Extraktionsverfahren

beeinflussen sehr direkt die Menge, die Zusammensetzung sowie die Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe.

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Vitalpilzaufbereitungen

Produkte und Qualität

Pilzpulver

Beim Pilzpulver handelt es sich (mit Vorteil) um den Fruchtkörper des Pilzes, der erst getrocknet und dann vermahlen wird. Von einigen Pilzen wird traditionell auch das Sklerotium verwendet. Im Pilzpulver sind alle Wirkstoffe des ursprünglichen Pilzes vorhanden. Jedoch sind diese weitgehend in der Zellwand gebunden.

Je nach Wirkungswunsch und Einsatzgebiet können Pilzpulver alleine oder zusammen mit Extrakten eingesetzt werden.

In Europa und besonders in den USA sind auch aus Pilzmyzel und Sporen hergestellte Produkte im Handel.

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Vitalpilzaufbereitungen

Produkte und Qualität

Pilzextrakte

Als Ausgangsprodukt wird Pilz-pulver oder Pilzschrot verwendet. Obwohl verschiedene Extraktions-mittel zur Verfügung stehen, ermöglicht einzig die Heisswasser- sowie die kombinierte Heiss-wasser-/Alkohol-Extraktion eine schonende Gewinnung der einzelnen Inhaltsstoffe des Pilzes. Besonders die für die Wirkung so wichtige räumliche Struktur von Polysacchariden sollte durch den Prozess nicht beeinträchtigt werden.

Ein Pilzextrakt ist keine Einzel-substanz, sondern ein variables Gemisch aus einzelnen Bestand-teilen des Pilzes, die in mehreren Verarbeitungsschritten gewonnen werden. Doch nicht alle Wirk-stoffe können durch das selbe Mittel extrahiert werden. Daher bestehen zwischen reinen Heiss-wasser-Extrakten und soge-nannten Doppel-Extrakten ein grosser Unterschied bezüglich ihrer Inhaltsstoffe.

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Produkte und Qualität

Heisswasser-Extrakte

Die allermeisten kommerziellen Vitalpilzextrakte sind reine Heiss-wasser-Extrakte. Durch mehr-maliges Kochen des Ausgang-produktes in ca. 90 Grad heissem Wasser und über eine Dauer von 5 bis 8 Stunden, wird das Chitin- und Proteingerüst der Pilzzellen langsam aufgelöst. Auf diese Weise werden die Polysaccharide und andere Inhaltsstoffe des Pilzes frei. Ballaststoffe und weitere nicht wasserlösliche Teile werden entfernt.

Das Wirkstoffspektrum von Heisswasser-Extrakten ist deshalb hauptsächlich auf wasserlösliche Polysaccharide ausgerichtet. Da-neben können auch Polyphenole, Mineralstoffe, wasserlösliche Ami-nosäuren, hitzeunempfindliche Vitamine sowie Cordycepin und Adenosin im Heisswasser-Extrakt vorkommen. Einige wichtige Inhaltsstoffgruppen fehlen dennoch in dieser Extraktvariante.

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Produkte und Qualität

Doppelextrakte: Heisswasser/Alkohol

Durch den Einsatz von Ethanol als Extraktionsmittel können die wasserunlöslichen Inhaltsstoffe des Pilzes verfügbar gemacht werden.

Nur Extrakte aus alkoholischer Extraktion enthalten die wichti-gen Wirkstoffgruppen Lipide, Terpene und Sterole!

Echte Doppel-Extrakte sind aufgrund höherer Produktions-kosten auf dem Vitalpilzmarkt leider eine Seltenheit geworden.

Achtung:

Nicht zu verwechseln mit Kombinationen aus Heisswasser- Extrakten mit Pilzpulver oder Sporen, die irreführend deklariert als Vollspektrum-Produkte ange-boten werden.

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Produkte und Qualität

Galenische Form von Extrakten

  • Trockenextrakte

Sprühgetrocknetes Granulat in Kapselform.

  • Flüssigextrakte

Seit einigen Jahren werden auch vereinzelt Flüssigextrakte ange-boten. Dabei handelt es sich einerseits um alkoholfreie flüssige Doppel-Extrakte. Die andere Variante ist ein standardisierter, flüssiger Heisswasser-Extrakt, der jedoch Alkohol enthält und aus diesem Grund bei Tieren nur bedingt Anwendung finden kann.

  • Apuxan-Spray

Unter dem Namen “APUXAN2®” ist in Deutschland ein völlig neues Pilzprodukt auf dem Markt. Durch eine neu entwickelte Technologie ist es dem Hersteller gelungen, die Beta-Glucane des Mandelpilzes (ABM) ohne Einsatz von Chemie zu 100% bioverfügbar zu machen. Es handelt sich dabei um einen alkoholfreien Spray, der die ganze Wirkstoffbandbreite des Pilzes plus Zink enthält und oral ange-wendet werden kann.

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Produktesicherheit

Produkte und Qualität

Ein wesentlicher Faktor beim Kauf von Vitalpilzprodukten ist die Lebensmittelsicherheit.

Da Pilze als organische Recycler fungieren, nehmen sie auch toxi-sche Stoffe aus der Umgebung auf. Ausserdem werden Vitalpilz-produkte aus herkömmlichem Anbau mit Fungiziden, Herbiziden und Pestiziden behandelt und zu Konservierungszwecken ionisie-render Strahlung ausgesetzt. Aus diesem Grund ist es eminent wichtig, ausschließlich nur Vital-pilzprodukte zu verwenden, die in

kontrolliert sauberer Umgebung angebaut wurden und aus entsprechend seriöser Produktion stammen.

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Produktesicherheit

Laboranalysen und Zertifikate

Pilzprodukte können mit Toxinen, Schwermetallen, Mikroben oder Radioaktivität belastet sein und demnach auch ein Gesundheits-risiko darstellen.

Regelmäßige und detaillierte Kontrollen durch seriöse Labora-torien sind folglich unerlässlich. Die Analysen sollten dem Konsu-menten gegenüber selbstver-ständlich offen gelegt werden.

Der Anbau nach biologischen Richtlinien mit Bio-Zertifikat stellt einen anzustrebenden Mindest-standard dar, der aber durch detaillierte Sicherheitsanalysen der Produkte standardmäßig ergänzt werden sollte, insbesondere Nicht-EU-Erzeugnisse betreffend.