Bombenbedrohungsmanagement für Sicherheitsdienstleister

BOMBENBEDROHUNGSMANAGEMENT

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlehre

1.1. Grundbestandteile einer USBV

1.2. Einteilung von Sprengstoffen

1.3. Gesetzliche Definition

1.4. Definition der Explosion

1.5. Arten von Explosionen

1.6. Primäre Auswirkungen von Explosionen

2. Aufbau von USBV/IED's

2.1. Arten von Sprengsätzen

2.2. Design und Konstruktion

2.3. Herstellung

2.4. Arten von Behältnissen

2.5. Zündmittel

2.6. Energiequellen

2.7. Auslösevorrichtungen

3. Sinn und Zweck von USBV/IED's

4. Definition von Sprengfallen

5. Arten von Brandstoffe und Ihre Wirkung

6. Sonstige Bomben

6.1. Konventionelle Granaten

6.2 Behelfsgranaten

6.3. Andere Bomben

7. Final Exam

 

 

 

 

 

 

 

Vorwort

Bomben und deren Bedrohungen sind in der heutigen Welt leider Realität. Der Öffentlichkeit wird auch immer mehr bewusst, dass solche Vorfälle von Gewalt durch den illegalen Einsatz von Sprengstoff verübt werden. Strafverfolgungsbehörden tragen die Verantwortung für den Schutz von Leben und Eigentümern, jedoch muss jeder Bürger seinen Teil dazu beitragen, um eine sichere Umgebung zu gewährleisten.

Die Methoden und Verfahren, die hier dargestellt werden, dienen in den meisten Fällen nur als Trainings-Anleitung. Die Informationen stammen aus einer Vielzahl von Quellen, einschließlich der tatsächlichen Erfahrungen von Spezialeinheiten.

Bomben

Es gibt eine beliebige Anzahl von Möglichkeiten, wie Bomben aussehen und wie sie konstruiert und platziert werden können. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bombe wie eine Stereotype-Bombe aussieht ist sehr gering. Der einzige gemeinsame Nenner, der unter Bomben existiert ist, dass sie dazu bestimmt sind zu explodieren und Schaden anzurichten.

Die meisten Bomben sind selbst „gebastelt“ (USBV/IED) und die Gestaltung solcher ist lediglich begrenzt durch Phantasie und Ressourcen, die zur Verfügung stehen. Denken Sie bei der Suche nach einer Bombe daran, alle ungewöhnlich aussehenden Dinge zu beachten. Lassen Sie einen geschulten Bomben-Spezialisten bestimmen, was eine Bombe ist oder nicht.

GRUNDLEHRE

1.1. Grundbestandteile einer USBV

  • Explosivstoffe (explosionsfähige Stoffe bzw. Gemische)
  • Zündmittel
  • Energiequelle
  • Auslösevorrichtung
  • Einschlussbehältnis (optional)

1.2. Einteilung von Sprengstoffen

Pulversprengstoffe (z.B. Schwarzpulver, Nitrozellulosepulver) sind stoß – schlag – und reibungsempfindlich und können durch  Flamme oder Funken (Zeitzündschnur) leicht entzündet werden.

Gewerbliche Sprengstoffe (z.B. Austrogel, Lambrit – Ammoniumnitrat (NH4No3) ist ein wichtiger Rohstoff für fast alle gewerblichen Sprengstoffe. Gewerbliche Sprengstoffe sind alleine nicht explosiv. Sie benötigen eine Initialladung um es zur Detonation zu bringen.

Militärische Sprengstoffe (z.B. TNT, Hexogen (RDX), Nitropenta (PETN)   

Initialsprengstoffe (z.B. Bleiazid, Silberfulminat, Bleistyphnat) Bleiazid explodiert bei Schlageinwirkung, doch es ist gegenüber Flammen unempfindlich und kann auch nicht elektrisch gezündet werden. Bleistyhpnat reagiert gegenüber elektrischen Entladungen sehr empfindlich.

Selbstlaborate (z.B. Unkrautvernichtungsmittel, Staubzucker, TATP)

 

Gewerbliche und militärische Sprengstoffe sind Sicherheitssprengstoffe, die nur mittels Initialzündung (sprengkräftiges Zündmittel) zur Detonation gebracht werden können.

1.3. Gesetzliche Definition

Sprengstoffe sind Erzeugnisse, die auf Grund ihrer chemischen Zustandsänderungen geeignet sind, feste Körper zu sprengen oder Geschoße aus Feuerwaffen zu verfeuern.

1.4. Definition der Explosion

Das plötzliche und heftige Entweichen von Gasen in einem Einschlussbehältnis oder die Änderung des chemischen Zustandes wird von Hitze- od. Brand-, Druck- und Schallwelle, gefolgt von einer Splitterwirkung begleitet.

1.5. Arten von Explosionen

  • Chemisch
  • Mechanisch
  • Nuklear

 

  1. Chemische Explosionen sind die häufigste Art von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV/IED`s). Durch die chemische Reaktion werden Hitze-/Wärme freigesetzt.

 

  1. Eine mechanische Explosion ist die schrittweise Veränderung eines Stoffes zu einem Gas. Beispielsweise Wasser wird zu Dampf.

 

  1. Eine nukleare Explosion kann auf zwei Arten herbeigeführt werden. "Spaltung" tritt auf, wenn der Kern des Atoms sich teilt/spaltet. "Schmelzung" erfolgt, wenn sich die Atomkerne unter großer Kraft verbinden.

1.6. Primäre Auswirkungen von Explosionen

  • Brand-/Hitzeentwicklung
  • Explosionsdruck
  • Schall-/Splitterwirkung

AUFBAU VON USBV/IED's

2.1. Arten von Sprengsätzen

  • Kommerzielle
  • Militärische
  • Selbst gebastelt

 

Ein Sprengsatz besteht aus folgenden Bestandteilen:

  • Explosive Ladung (selbst gebastelt, kommerzielle oder militärisch)
  • Zündmittel (elektronisch oder nicht elektronisch)
  • Energiequelle
  • Auslösemechanismus
  • Behälter (optional)

2.2. Design und Konstruktion ist abhängig von

  • Wissen und die Phantasie eines Bombenbauers
  • einfache oder aufwendige Herstellung des Sprengsatzes
  • Sicherheit beim Transport des Sprengsatzes
  • Die Haltbarkeit und Beständigkeit der Bauteile
  • Fähigkeit, einen versteckten Sprengsatz zu erkennen
  • Beabsichtigte Anwendung

2.3. Hergestellt aus

  • Materialien, die leicht erhältlich sind
  • Gegenstände, die nicht für eine USBV/IED angedacht sind

2.4. Arten von Behältnissen

  • Verdeckte oder Alltagsgegenstände
  • oder welche die eine Splitterwirkung verstärken

 

wie z.B. Feuerlöscher, Druckkochtöpfe, Gasflaschen, Rohre, Taschen, Reisekoffer od. sonstige Transportbehältnisse.

2.5. Zündmitteln

  • Sprengkräftige Zündmittel (z.B. elektrischer Zünder, Sprengkapsel),
  • Getarnte Zündmittel
  • Improvisierte Zündmittel (z.B. Blitzlichtlampe, Gasanzünder, uva.)

2.6. Energiequellen

  • Mechanische Energie (Hauptsächlich Federkräfte)
  • Elektrische Energie (z.B. Batterien, Akkus, Stromnetz, Funkindikatoren, Kondensatoren, etc.)
  • Chemische Energie

 

2.7. Auslösevorrichtungen

  • Mechanisch
  • Elektrisch
  • Chemisch

Schalter

Wenn die Scharfschaltung offen ist, kann kein Strom aus der Stromquelle zur elektrischen Sprengkapsel fließen. Der Sprengsatz wird nicht funktionieren. Wenn der Stromkreis geschlossen ist, wird ermöglicht, dass der Strom von der Stromquelle in die elektrische Sprengkapsel fließt. Wenn der Scharfschalter geschlossen ist, kann der selbst gebastelte Sprengsatz nach Ablauf der Zeit durch den Empfang von einem Funksignal oder eine verschiebende/öffnende Aktion einwandfrei funktionieren.

SINN UND ZWECK VON USBV/IED's | DEFINITION V. SPRENGFALLEN | ARTEN VON BRANDSTOFFE

3. Sinn und Zweck von USBV/IED's

  • Überraschung/Verwirrung
  • Zerstörung/Verluste und Panik
  • Senkung der Moral
  • Hemmen oder Verlangsamen von Abläufen
  • Kontamination

4. Definition von Sprengfallen

Eine Sprengfalle ist eine Sprengvorrichtung, welche von einer Person durch Berührung eines scheinbar harmlosen Objektes oder bei Ausführung einer scheinbar harmlosen Handlung ausgelöst wird.

Sprengfallen gehören zu den wirkungsvollen Fallen überhaupt, da sie nützliche Gegenstände imitieren und durch die Druck- und Splitterwirkung mehrere Opfer fordern können.

5. Arten von Brandstoffe und ihre Wirkung

Weißer Phosphor

findet als Brandstoff in flüssiger und fester Form Verwendung. Weißer Phosphor endzündet sich an der Luft von selbst und brennt mit weißem Rauch. Sobald er nass wird, erlischt es. Entzündet sich allerdings erneut, sobald das Wasser verdunstet ist. Phosphor ist sehr giftig und kann durch Brandwunden in den Körper eindringen oder als Dampf eingeatmet werden und somit eine Phosphorvergiftung verursachen.

 

Brandöle

Bestehen aus Kraftstoffen oder Gemischen aus Ölen, wie z.B. Dieselöl, Heizöl, Schmieröl. In flüssiger Form verwendet man sie in kleinen Flammenwerfern. Meist werden sie jedoch durch so genannte Verdicker (Napalm, Oktal) geleeartig eingedickt. Den verdickten Brandölen kann in Bomben, Phosphor oder bei Einsätzen zu Wasser, Natrium als Zünder zugesetzt werden. Natrium brennt bei Berührung mit Wasser, hingegen Phosphor nur in Verbindung mit Luft zündet.

Thermit und Magnesium

Sind metallische Brandstoffe. Nach dem zünden brennen diese mit sehr hohen Temperaturen. Beim Thermit entsteht weißglühendes Eisen, welches überall hinfließt, während Magnesium beim Brennen in viele kleine, weiterbrennende Teilchen zerspringt. Beide erlischen sobald sie unter die eigene Entzündungstemperatur abgekühlt sind, lassen sich jedoch nicht mit Wasser löschen. Diese brennen auch unter Wasser. Thermit sogar unter vollkommenen Luftabschluß (z.B. unter der Erde).

 

SONSTIGE BOMBEN

6.1. Konventionelle Granaten

Handgranaten sind Wurfkörper, gefüllt mit Sprengstoffen, chemischen Kampfstoffen oder andere Stoffe. Sie sind in Form und Größe für das Werfen mit der Hand besonders entwickelt. Die meisten Handgranaten bestehen aus einer Spule aus Stahldraht, die in kurzen Abständen gekerbt werden und für die gewünschte Splitterwirkung Sorge tragen. Darüber kommt ein dünnes Metallgehäuse, entweder glatt oder mit Kerbungen versehen. Manche Granaten haben Kugellager aus Stahl oder sogar aus Wolfram, andere haben ein massives, gekerbtes Innengehäuse. Die Granate verfügt über einen Zünder, der mittels Federkräfte ausgelöst wird, im Innengehäuse. Von Außen wird die Handgranate meist von einem Splint gesichert.

6.2. Behelfsgranaten

Sind wie schon der Name sagt, Spreng-/Splittergranaten die behelfsmäßig improvisiert und entwickelt wurden,

wie z.B. die Britische ‚Marmeladendosen‘-Granate, die gefüllt war mit Schießbaumwolle als Sprengmittel und Metallschrott zur Erhöhung der Splitterwirkung.

Die ‚Nagelbombe‘ wo dicke Nägel um den Sprengstoff gebündelt werden.

6.3. Andere Bomben

Andere Bomben

Die ‚Rohrbombe‘ ist eine Fragmentbombe. Diese Art von Bombe kann aus einem Stück Abflussrohr bestehen, wo beide Enden verschraubt werden. Sobald diese angezündet wird, produziert das begrenzte Füllmaterial Hitze und Gase und die dadurch entstehende Verdichtung von Druck bringt das Rohr zur Explosion.

Bei der ‚Briefbombe‘ wird ein kleiner Teil an Sprengmittel meist in Plastikstrohhalmen platziert und die Enden mit Stopfgarn verschlossen.

Durch weiteres Füllmaterial ist der Aufbau von Außen nicht zu fühlen. Beim Öffnen des Umschlags/Kuverts reißt ein Faden den Unterbrecher zwischen zwei Kontakten heraus; dies bewirkt die Energiezufuhr aus Knopfbatterie die den Zünddraht zum Glühen bringt. Durch den Glühdraht explodiert ein spezielles Pulver und zündet somit die Hauptsprengladung.

Für einen Sprengstoffgürtel (Suizid-Bombe) benötigt man lediglich die Grundbestandteile wie für eine jede USBV/IED. Abgesehen vom Willen zum Suizid und eines stabilen Gürtels/Weste mit großen Fächern, bedarf es nicht viel mehr.

BOMBENDROHUNG UND SICHERHEITSPLAN

7. Bombendrohungen

Bombendrohungen erscheinen in einer Vielzahl von Arten. Die Mehrheit dieser Bedrohungen wird durch einen warnenden Anruf im Vorhinein getätigt. Gelegentlich werden diese Anrufe auch durch Dritte gemacht. Manchmal wird auch schriftlich oder durch eine Aufzeichnung von einem Tonband vorgewarnt.

Zwei logische Erklärungen für Vorwarnung sind:

1. Der Anrufer hat bestimmte Informationen oder Kenntnisse oder er möchte die Warnung mitteilen, um Verletzungen und Sachschäden zu minimieren. Der Anrufer kann die Person, die die Bombe platziert hat oder auch jemand der Informationen über diese Bedrohung hat, sein.

2. Der Anrufer möchte eine Atmosphäre voller Angst und Panik erwirken, die wiederum eine Störung der normalen Aktivitäten in der Einrichtung, wo die Bombe angeblich platziert ist hervorrufen soll.

Was auch immer der Grund für die Vorwarnung sein mag, es hilft dein Einsatzkräften bei der Planung weiterer Vorgehenseiweisen und mögliche unkontrollierbare Situationen können reduziert werden.

7.1. Bombenbedrohungen-Abwehr-Plan

In der Vorbereitung auf Bombendrohungen und um eine Katastrophe zu verhindern, ist es notwendig zwei getrennte aber ineinandergreifende Pläne zu entwickeln. Man benötigt einen „Physischen Sicherheitsplan“ und einen „Bomben-Vorfallplan“. Physische Sicherheit, sprich der Schutz des Eigentums, Personal, Einrichtungen und Material bieten Gefahren wie unbefugte Zutritte, Hausfriedensbruch, Beschädigungen, Sabotagen oder andere illegale oder kriminelle Handlungen. Der physische Sicherheitsplan befasst sich mit der Prävention solcher Vorkommnisse und der Zutrittskontrolle zum Objekt. In den meisten Fällen besteht bereits eine Form von physischer Sicherheit, jedoch nicht unbedingt angedacht um einen Bomben-Angriff zu vermeiden.

Der „Bomben-Vorfallplan“ liefert detaillierte Verfahren, die im Fall eines Bombenanschlags realisiert werden. Dieser Plan muss gewisse Richtlinien einhalten und behördlich festgelegt werden. Nur durch den Einsatz einer etablierten Spezialeinheit und Verfahren kann ein Vorfall mit einer Bombe mit dem geringsten Risiko für alle Beteiligten abgewickelt werden. Eine klar definierte Richtlinie der Behörden besagt Panik zu vermeiden und Vertrauen zu vermitteln.

Die Erstellung einer Befehlskette ist einfach, wenn es sich um eine simple Struktur, wie ein Büro, ein Geschäft oder ein Gebäude handelt. Besteht jedoch eine komplexere Situation, wie ein bei einem Multi-Konzern mit mehreren Gebäuden, sollte ein Vertreter pro Gebäude bestimmt werden und ein Teamleader klare Linien an die Befehlsketten weiterleiten.

Bombendrohungs-Notfallpläne sollten sich immer in einer Kommandozentrale, in der Telefonzentrale oder an einem anderen Ort wo Telefon-oder Funkverbindungen bestehen, befinden. Die Führungskräfte sollten die Befugnis haben, um zu entscheiden welche Maßnahmen während einer Bedrohung getroffen werden. Natürlich sollten auch Stellvertreter in der Lage sein Zugriff zu diesen Plänen zu erhalten und agieren zu können. Halten Sie die Baupläne und einen Entwurf vom Grundriss des Objekts immer am neuesten Stand.

Die fortlaufende Schulung ist wichtig, um mit einer Bombendrohung umzugehen und diese auch bewältigen zu können. Alle Mitarbeiter sollten wissen, was während so einer Bedrohung zu tun ist und achten Sie darauf, dass alle Mitarbeiter sich ihrer Pflichten bewusst sind. Die positiven Aspekte des Plans gehen in einem Notfall meist verloren, wenn niemand die Führung übernimmt. Es ist auch sehr wichtig, Evakuierungs-Teams zu organisieren und zu trainieren, die als Leitstelle fungieren können und einen Bezug zu der zugeteilten Rolle aufweisen.

Ebenfalls wichtig ist die Kommunikation zwischen der Leitstelle und den Such-oder Evakuierungsteams. Die Kommandozentrale muss mit den Such-oder Evakuierungsteams im ständigen Kontakt stehen.

7.2. Richtiges reagieren auf eine Bombenbedrohung

Sicherheitsmitarbeiter sollten in der Lage sein, die Art der Bombendrohung mittels Befragung der beteiligten Personen zu ermitteln. Ersthelfer sollten in der Lage sein, den Verdächtigen (Anrufer) zu identifizieren und wissen, wo sich die potentielle Bombe nach den sämtlichen Befragungen befindet. Dies betrifft die Person, die den Anruf entgegen nimmt, das Management, die Mitarbeiter, das Sicherheits- und Wartungspersonal.

Typische Personen, die möglicherweise für die Bedrohung verantwortlich sind, umfassen unzufriedene Mitarbeiter oder Kunden. Durch eine gründliche Befragung der Mitarbeiter werden oft verdächtige Informationen preisgegeben. Sie sollten bereit sein, polizeiliche Maßnahmen nicht auszuschließen. Zum Beispiel: Nach einer Befragung informieren Sie die Polizei, dem Verdächtigen einen Besuch in seinem Haus für weitere Ermittlungen abzustatten.

7.3. Fragen

Fragen an die Person, die den Anruf entgegengenommen hat:

  • Hat mehr als eine Person den Anruf mitgehört?
  • Wissen Sie, wer der Anrufer war oder haben Sie einen Verdacht, wer es sein könnte?
  • Haben Sie den Anrufer so lange wie nur möglich im Gespräch gehalten? Können Sie den Inhalt der Nachricht des Anrufers wiedergeben? Haben Sie jedes Wort des Anrufers notiert?
  • Hat der Anrufer den Ort der Bombe genannt oder eine Zeit, wann sie explodiert?
  • Haben Sie Hintergrundgeräusche wie Motoren, Musik oder andere Geräusche, die einen Hinweis auf den Standort des Anrufers geben könnten wahrgenommen?
  • Haben Sie erkannt ob der Anrufer männlich oder weiblich war? Haben Sie Stimmfarbe (ruhig, aufgeregt, etc.), Akzente oder Sprachfehler wahrgenommen?
  • Haben Sie unverzüglich die Polizei, Feuerwehr oder andere Behörden verständigt?
  • Stehen alle Personen, die weitere Informationen haben könnten zur weiteren Befragung zur Verfügung?

Wenn eine schriftliche Drohung eingeht, sollten alle Materialien, einschließlich Umschlag oder Behälter aufbewahrt werden. Sobald die Nachricht als Bombendrohung erkannt wird, sollten weitere unnötige Handlungen vermieden werden. Jede mögliche Untersuchung muss unternommen werden, um Beweise wie Fingerabdrücke, Handschrift oder mit dem Computer geschrieben, Papier und Briefmarke zu identifizieren. Diese Faktoren können bei der Rückverfolgung hilfreich sein und eventuell zum Verdächtigen führen.

Während schriftliche Mitteilungen in der Regel mit allgemeinen Drohungen und Erpressungsversuchen verbunden sind und öfter vorkommen, kommen schriftliche Warnungen eher seltener vor, sollten jedoch niemals ignoriert werden.

7.4. Entscheidungen treffen

Die gravierendste aller Entscheidungen im Falle einer Bombendrohung, die durch das Management getroffen wird, ist ob eine Evakuierung im Objekt durchgeführt werden soll oder nicht. Sicherheitsmitarbeiter und Entscheidungsträger sollten keine Evakuierung veranlassen solang keine Bombe gefunden wurde. Wenn doch, sollte unverzüglich eine Evakuierung im Objekt veranlasst werden. In vielen Fällen kann diese Entscheidung bereits während der Entwicklung der Bomben- Vorfallplans getroffen werden. Das Management kann mit einer „Blankoscheck-Politik“ eine vollständige Evakuierung sofort wirksam werden lassen. Diese Entscheidung umgeht das kalkulierte Risiko und zeigt eine tiefe Sorge um die Sicherheit des Personals und der Mitarbeiter im Gebäude. Jedoch kann eine solche Entscheidung zu einem kostspieligen Zeitverlust führen.

Im Wesentlichen gibt es drei Alternativen, wenn eine Bombendrohung besteht. Sicherheitsmitarbeiter müssen diese Alternativen dem Entscheidungsträger im Objekt präsentieren:

1. Ignorieren der Bedrohung

2. Unverzügliche Evakuierung

3. Bombe suchen und wenn notwendig Evakuierung durchführen

7.4.1. Ignorieren

Das Ignorieren der Bedrohung kann in einer Katastrophe enden. Während ein statistisches Argument wiederlegt, dass nur sehr wenige Bombendrohungen real sind, darf man nicht übersehen dass Drohungen trotzdem in Verbindung mit einem Bombenanschlag gemacht werden können. Wenn Mitarbeiter erfahren, dass Bombendrohungen eingegangen sind und ignoriert wurden, könnte dies zu moralischen Problemen führen und langfristige negative Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Außerdem besteht die Möglichkeit, wenn der Drohanrufer spürt dass diese ignoriert werden, tatsächlich ein Angriff ausgeübt wird.

7.4.2. Evakuieren

Eine Evakuierung ist eine sofortige Alternative auf jede Bombendrohung. Allerdings müssen die negativen Faktoren in dieser Vorgehensweise berücksichtigt werden. Das offensichtliche Ergebnis der sofortigen Evakuierung könnte eine negative Auswirkung auf das Geschäft haben. Der Anrufer weiß somit, dass bei jedem Droh-Anrufer eine Evakuierungsmaßnahme getroffen und deshalb der „Stillstand“ des Unternehmens hervorgerufen wird. Beispielsweise ein Mitarbeiter, der sich vor der Arbeit „drücken“ möchte oder ein Schüler der einen Test nicht mitschreiben will, könnten potentielle Drohungen ausführen. Auch könnte jemand Personenschäden verursachen wollen, indem er eine Bombe in der Nähe eines Ausgangs platziert, welcher normalerweise für Evakuierungen verwendet wird.

7.4.3. Suche

Die Suche nach einer Bombe wird nach einer konkreten Bedrohung durchgeführt. Die Evakuierung eines Gebäudes wird eingeleitet, nachdem ein verdächtiger Gegenstand oder ein verdächtiges Paket gefunden wurde. Wenn ein verdächtiger Gegenstand gefunden wird, kann die Evakuierung zügig durchgeführt werden, während zur gleichen Zeit vor den potentiellen Gefahrenstellen der Bombe / des Gegenstands gewarnt werden kann.

EVAKUIERUNG- u. SUCH-TEAMS

8. Allgemeines

Ein Evakuierungs-Team, bestehend aus Führungskräften sollte organisiert arbeiten und laufend geschult werden. Das Team sollte in Koordination mit dem Vorfalls-Plan sowie mit allen Personen im Gebäude zusammenarbeiten.

Das Evakuierungs-Team sollte in der Lage sein, ein Gebäude während einer Bombendrohung zu evakuieren. Die Priorität einer Evakuierung sollte angedacht werden.

Beispiele: etagenweise Evakuierung; Evakuierung ober- und unterhalb der Gefahrenzone, um die Personen so schnell wie möglich aus dem Gefahrenbereich zu entfernen.

Ein Training in dieser Art der Evakuierung wird in der Regel von Polizei, Feuerwehr oder anderen Sicherheits-Institutionen angeboten. Man kann Evakuierungs-Teams in Such-Strategien trainieren oder man bildet ein eigenes Such-Team aus.

 

Zur Durchsuchung eines Gebäudes muss das Team mit allen Fluren, Toiletten, Zwischendeckenbereichen und jedem Standort im Gebäude, wo ein explosiver Gegenstand oder ein Sprengsatz verborgen sein könnte, vertraut sein. Wenn Polizisten oder Feuerwehrleute eintreffen, ist ihnen das Gebäude und dessen Grundriss nicht bekannt. Daher ist es äußerst wichtig, dass die Evakuierungs- oder Such-Teams sich vorher mit dem Evakuierungs-Plan, anderen Plänen des Gebäudes und dem Außenbereich beschäftigen und vertraut machen. Such-Teams sollten Mitarbeiter oder Personen, die sich im Gebäude auskennen mit einbeziehen und nachfragen. Diese kennen die Umgebung und helfen, Objekte zu identifizieren, die fehl am Platz sind. Wenn bestimmte Bereiche oder Räume bereits abgesucht wurden, sollten diese markiert werden, beispielsweise mit einem Stück Klebeband und den Führungspersonen Vorort sollte ebenso Bericht erstattet werden.

Die Evakuierungs- und Such-Teams sollten nur nach Evakuierungs- und Suchstrategien geschult werden und nicht mit der Entfernung oder Entschärfung des verdächtigen Gegenstands. Wenn ein verdächtiger Gegenstand erstmals gefunden wurde, sollte man diesen lassen wie er ist. Jedoch muss der Bereich und ein Weg retour gut markiert werden (Klebeband), um das Bombenentschärfungs-Team bei Eintreffen problemlos zum Gegenstand zu leiten und keine neue Suche starten zu müssen.

8.1. Such-Teams

Es ist empfehlenswert jeden Bereich, egal welche Größe durch mehrere Personen (nicht einzeln) absuchen zu lassen. Überwachungspersonal, Mitarbeiter oder ausgebildete Such-Teams können Durchsuchungen ausführen und beliebig eingeteilt werden.

Bei jeder Einteilung der Such-Teams gibt es Vor- und Nachteile.

  • Eine Suche mit Sicherheitspersonal ist eine schnelle Methode und verursacht wenige Unruhen. Es kommt zu einer geringen Arbeitszeit, jedoch könnten moralische Probleme entstehen, wenn eine Bombendrohung eingeht und die restlichen Mitarbeiter nicht verständigt werden und somit ahnungslos bleiben. In der Regel erfolgt diese Art der Suche nicht sehr gründlich, da diese mit vielen Bereichen nicht vertraut sind.
  • Eine Suche mit Hilfe von Mitarbeiter  ist die beste Methode für eine schnelle Suche. Sie kennen die Bereiche und Umgebungen und tragen zu einer gründlichen Durchsuchung bei, da sie sich um ihre eigene Sicherheit sorgen. Darüber hinaus sind Mitarbeiter vertraut mit den Bereichen und all dem, was eventuell verdächtig erscheint. Es kommt zu einer geringeren Arbeitszeit, als die komplette Evakuierung geschulter Teams. Natürlich fordert dies eine Ausbildung der kompletten Belegschaft und auch praxisorientierte Übungen, jedoch entsteht hier wiederum ein positiver moralischer Nebeneffekt. Ein Nachteil dieser Suchmethode ist die erhöhte Gefahr für „nicht-geschultes“ Personal.
  • Eine Suche, die von einem geschulten Such-Team durchgeführt wird, ist das Beste für Sicherheit, Moral und Gründlichkeit, nimmt jedoch die meiste Zeit in Anspruch. Es ist ein langsamer Vorgang, der eine umfassende Ausbildung und Praxis erfordert.

 

Die Entscheidung, wer die Suche durchführt, liegt bei dem Management und sollte berücksichtigt und in den Bomben Vorfalls-Plan integriert werden.

8.2. Die Suche

Die folgenden Durchsuchungs-Methoden zur Durchsuchung von Räumen basieren auf den Einsatz eines 2 Personen Such-Teams. Es gibt viele kleinere Abweichungen der Möglichkeiten zur Durchsuchung eines Raums. Die folgende enthält nur die grundlegenden Methoden.

Wenn das 2Personen Such-Team den Raum betritt, sollten sie zuerst jeden Teil des Raumes abgehen und danach ruhig stehen bleiben, um auf ein tickendes Geräusch mit geschlossenen Augen achten zu können. Häufig kann ein Sprengsatz mit Auslösemechanismus schnell und ohne Einsatz von Spezialgeräten erkannt werden. Selbst wenn nichts Verdächtiges erkannt wird, ist sich das Team jetzt über die Geräusche im Raum bewusst.

Hintergrundgeräusche oder andere übertragene Geräusche wirken sich immer als störend bei einer Gebäude-Durchsuchung aus. Wenn ein Ticken zu hören ist, jedoch aber die Ursache nicht gefunden werden kann, könnte dies verunsichern. Das Ticken kann von einer kaputten Klimaanlage oder einem Ventilator einige Stockwerke entfernt oder von einem tropfenden Wasserhahn auf dem Flur kommen. Der Ton wird über Klimaanlagen übertragen oder sogar durch Wasserleitungen durch die Wände hindurch. Eines der schwierigsten Durchsuchungen sind Gebäude mit Dampf und Warmwasser. Hier gibt es andauernd Geräusche wie schlagen, knacken, klappern und ticken. Diese sind auf die Bewegung, sprich Ausdehnung oder Kontraktion der Dämpfe oder heißem Wasser in den Rohren zurückzuführen. Hintergrundgeräusche, wie Verkehrslärm, Regen und Wind können auch von außerhalb auftreten.

Abb.1. 2Personen Such Team

Der führende Leiter des 2Personen-Such-Teams sollte den Raum individuell betrachten und bestimmen, wie der Raum für die Durchsuchung aufgeteilt werden soll. Die erste Such-Ebene deckt alle Elemente auf dem Boden bis zu einer bestimmt gewählten Höhe. Der Raum sollte nun in zwei nahezu gleiche Teile geteilt werden. Diese gleiche Teilung sollte nach der Anzahl und Art der Gegenstände im Raum und nicht von der Größe des Raumes abhängig sein. Eine imaginäre Linie wird dann zwischen zwei Objekten im Raum gezogen, beispielsweise die Kante des Fensters an der Nordwand zu der Stehleuchte an der Südwand.

Abb.2. Durchsuchungsebenen

4 Decke/Zwischendecke

3 Kinn-Höhe bis zur Decke

2 Hüft bis Kinn-Höhe

1 Boden bis Hüft-Höhe

 

8.2.1. Erste Durchsuchungs-Ebene

Betrachten Sie die Möbel oder Gegenstände im Raum und bestimmen Sie die durchschnittliche Höhe der Mehrheit der Gegenstände auf dem Boden. In einem Durchschnittsraum umfasst diese Höhe in der Regel einen Tisch oder Schreibtisch und Stuhllehnen. Die erste Durchsuchungs-Ebene deckt in der Regel die Elemente bis Hüfthöhe. Nachdem der Raum unterteilt wurde und eine Durchsuchungs-Ebene ausgewählt wurde, begeben sich beide Personen an die imaginäre Trennlinie und starten von einer Rücken-an-Rücken Position. Dies ist der Startpunkt, auch bei den darauffolgenden Durchsuchungs-Ebenen. Jeder beginnt die Suche auf seine Weise und prüft alle Elemente auf dem Boden und an der Wand des Raumes. Wenn die beiden Personen des Such-Teams wieder aufeinander treffen, haben sie die erste Durchsuchungs-Ebene abgeschlossen. Danach sollten sie alle Elemente in der Mitte des Raumes bis zur gewählten Hüfthöhe, einschließlich des Bodens unter den Teppichen gemeinsam durchsuchen. Die erste Durchsuchungs-Ebene sollte auch die Elemente, die an oder in den Wänden angebracht sind, wie Klimaanlage, Leitungsrohre, Bodenheizungen und eingebaute Schränke (wenn sich diese unter Hüfthöhe befinden) beinhalten.

Diese Durchsuchung nimmt in der Regel die meiste Zeit und Mühe in Anspruch. Während allen Durchsuchungs-Ebenen, werden elektronische oder medizinische Stethoskope bei Möbel, Böden und Wänden eingesetzt.

8.2.2. Zweite Durchsuchungs-Ebene

Der führende Leiter des 2Personen Such-Teams betrachtet wieder die Möbel und Gegenstände im Raum und bestimmt die zweite Durchsuchungs-Ebene. Diese umfasst in der Regel die Höhe von der Hüfte bis zum Kinn oder den Kopf. Die beiden Personen starten wieder am Ausgangspunkt und wiederholen die Durchsuchungs-Methode bei der zweiten ausgewählten Ebene. Diese Ebene deckt Tischlampen, Bücherregale und Bilder, die an der Wand hängen.

8.2.3. Dritte Durchsuchungs-Ebene

Wenn die zweite Durchsuchungs-Ebene beendet ist, bestimmt der Leiter die nächste Durchsuchungs-Ebene. Diese erstreckt sich vom Kinn oder Kopf bis zur Decke. Hier werden hoch angebrachte Klimaanlagen und hängende Leuchten/Luster abgesucht.

8.2.4. Vierte Durchsuchungs-Ebene

Wenn der Raum eine hinunter gesetzte Decke hat, beinhaltet die vierte Durchsuchungs-Ebene die Durchsuchung an der Decke und Zwischendecke. Hier findet die Überprüfung von Leuchten, die an der Decke montiert sind, Klimaanlage- oder Lüftungskanälen, Ton- oder Lautsprechersystemen, elektrischen Verkabelungen und Fassungen statt.

 

Verwenden Sie ein Symbol oder eine bestimmte Markierung, welche angeben dass die „Suche beendet“ ist. Platzieren Sie ein Stück farbiges Klebeband über der Tür und dem Türrahmen ca. 2 Meter über dem Boden, wenn die Verwendung von Symbolen nicht verfügbar sind.

Die Durchsuchungs-Methode für Räume kann erweitert werden. Dieselbe grundlegende Methode kann für die Durchsuchung geschlossener Bereiche angewendet werden. Die Verwendung von gesundem Menschenverstand und Logik hilft Ihnen bei der Suche enorm.

Wenn ein Gastredner auf einem Kongress bedroht worden ist, würde der gesunde Menschenverstand Ihnen mitteilen, als erstes die Lautsprecher und Mikrofone zu kontrollieren (jedoch immer zurückgreifend auf die Durchsuchungs-Methoden). Greifen Sie jedoch nicht nur auf Ihre logisch erscheinende Zielgebiete zurück, da die Person, die die Drohung ausübt eine nicht-logisch denkende Person sein könnte.

Zusammenfassend sollten folgenden Schritte unternommen werden um einen Raum zu durchsuchen:

1. Teilen Sie den Raum in verschiedene Durchsuchungs-Ebenen und bestimmen Sie die Höhen.

2. Starten Sie vom Boden und arbeiten Sie sich hinauf.

3. Starten Sie aus einer Rücken-an-Rücken Position und arbeiten Sie einander gegenüber.

4. Beginnen Sie an den Wänden und arbeiten Sie sich bis zur Mitte des Raumes durch.

Abb.3. Durchsuchung des Raumes nach ausgwählten Ebenen

 

LOKALISIERUNG EINES VERDÄCHTIGEN GEGENSTANDS

9. Maßnahmen

Es ist notwendig, dass das Personal bei einer Suche nach einem verdächtigen Gegenstand geführt und eingewiesen wird. Der verdächtige Gegenstand darf unter keinen Umständen bewegt, geschüttelt, berührt oder ähnliches ausgeübt werden. Die Entfernung oder Entschärfung einer mutmaßlichen Bombe muss den Profis (Entschärfungsdienst/Bomb Squad) überlassen werden.

Wenn ein verdächtiger Gegenstand gefunden wird, werden die folgenden Verfahren empfohlen:

  1. Melden Sie den Ort/Bereich und eine genaue Beschreibung des Gegenstands einer zuständigen Person. Diese Informationen sollten sofort an die Kommandozentrale weitergeleitet werden.
  2. Falls unbedingt erforderlich platzieren Sie Sandsäcke oder Matratzen um den verdächtigen Gegenstand. Schirmen Sie den Gegenstand niemals mit Metall ab und bedecken Sie ihn nicht.
  3. Identifizieren Sie den Gefahrenbereich, und sperren Sie ihn deutlich mit einer Reichweite von mindestens 300 Meter, einschließlich Böden unterhalb und oberhalb des Gegenstands ab.
  4. Überprüfen Sie, ob alle Türen und Fenster geöffnet sind, um Folgeschäden der möglichen Explosion zu minimieren.
  5. Evakuieren Sie das Gebäude.
  6. Gewähren Sie keinen Zutritt zum Gebäude, bis der Gegenstand entfernt oder entschärft wurde.

9.1. Umgang mit den Medien

Es ist wichtig, dass alle Anfragen von den Medien nur an den ernannten Pressesprecher gerichtet werden. Alle anderen Personen sollten angewiesen werden, nicht auf Fragen von Außenstehenden, insbesondere auf die der Medien einzugehen. Der Grund dahinter ist es die Medien nur mit genauen Informationsquellen zu „beliefern“ und um keine Aussagen von unverantwortlichen Personen zu riskieren, die eventuell zu zusätzlichen Bedrohungen führen könnten.

 

9.2. Zusammenfassung

9.2.1. Bomben Vorfalls-Plan

  1. Bestimmen Sie eine Befehlskette.
  2. Richten Sie eine Kommandozentrale ein.
  3. Entscheiden Sie, wie das „Erste Team“ und „Ersatz-Team“ im Wechselbetrieb arbeiten.
  4. Stellen Sie sicher, wie und von wem eine Bombendrohung ausgewertet und bestimmt wird.
  5. Entscheiden Sie, welche Verfahren nach einer Bombendrohung angewendet werden und welche Durchsuchungs-Methoden verwendet werden.
  6. Bestimmen Sie, in welchem ​​Umfang Sie das Bomben-Entschärfungsteam unterstützen.
  7.  Stellen Sie einen Evakuierungsplan mit genügend Flexibilität zur Verfügung, um andere mögliche Gefahrenbereiche zu vermeiden.
  8. Bestimmen Sie Such-Teams.
  9. Bestimmen Sie die Bereiche, die durchsucht werden sollen.
  10. Setzen Sie die Durchsuchungs-Methoden fest.
  11. Führen Sie die Durchsuchungs-Methoden durch. Halten Sie sich an Berichterstattung der Fortschritte der Suche und bestimmen Sie ein Verfahren um das Bomben-Entschärfungsteam nach der erfolgreichen Suche zum verdächtigen Gegenstand zu führen.
  12. Im Falle einer Detonation der Bombe, haben Sie einen Notfallplan parat.
  13. Stellen Sie einfache Verfahren für diejenige Person, die die Bombendrohung erhalten hat zur Verfügung.
  14. Überprüfen Sie Ihren Sicherheits-Plan in Koordination mit der Entwicklung Ihres Bomben Vorfalls-Plan.

 

9.2.2. Kommandozentrale

  1. Bestimmen Sie einen primären Standort für den Wechselbetrieb der Teams.
  2. Weisen Sie das Personal zu und bestimmten Sie Entscheidungsträger.
  3. Stellen Sie eine Methode für die Such-Teams bereit.
  4. Führen Sie eine Liste der wahrscheinlichen Gefahrenzonen.
  5. Haben Sie einen Entwurf vom Grundriss/Bauplan des Objektes bereit.
  6. Bestimmen Sie primäre und sekundäre Methoden der Kommunikation. (Achtung: Die Verwendung von Zweiweg-Funkgeräten während einer Suche kann eine vorzeitige Detonation eines elektrischen Sprengsatzes auslösen.) Sogenannte Läufer sind eine gute Alternative für die Kommunikation zwischen den Suchtrupps. Wenn ein Telefon verwendet werden soll, verwenden Sie keine Mobiltelefone, verwenden Sie stattdessen das Telefon, bei welchem die Bombendrohung eingegangen ist.
  7. Erstellen Sie einen Plan für die Errichtung einer Kommandozentrale, falls eine Bedrohung nach der normalen Arbeitszeit eingehen sollte.
  8. Führen Sie eine Liste aller notwendigen Telefonnummern.

9.2.3. Evakuierung

  1. Unzufriedene/verärgerte Mitarbeiter sind möglicherweise mit dem Bombendrohung Vorfalls-Plan vertraut.
  2. Überprüfen Sie verdächtige Gegenstände im Bereich der Fluchtwege.
  3. Lassen Sie keine bereits evakuierten Personen durch den Bereich des verdächtigen Gegenstands / der Bombe passieren.

FINAL EXAM - BOMBENBEDROHUNGSMANAGEMENT

Was ist ein optionaler Bestandteil eines unkonventionellen Sprengsatzes (IED)?

  • Sprengladung
  • Behälter
  • Verschmelzungsart

Was ist der zweite Effekt einer chemischen Explosion?

  • Hitze od. Brand
  • Druck od. Schall
  • Splitter od. Zertrümmerung

Eine physische Aktion ist erforderlich, um eine ________ Sprengvorrichtung einzuleiten.

  • chemische
  • elektrische
  • mechanische
  • Kombination aus mechanisch und elektrisch

Terroristen nutzen meist eine(n) ______ als Sicherheit in einem unkonventionellen Sprengsatz (IED).

  • Alarm
  • farbcodierte Verkabelung
  • Stromkreis Tester
  • Scharfschaltung

Die erste Wirkung einer Explosion ist die Hitze- od. Feuerentwicklung.

  • Wahr
  • Falsch

Ein IED, welcher mit radioaktivem Material ausgelegt ist, ist ein radiologischer Zerstreuungs-Sprengsatz oder ein(e)________________?

  • Terroristen-Bombe
  • Elektronische Bombe
  • Schmutzige Bombe
  • Mechanische Bombe

Für welchen Auslöser-Mechanismus wäre die Mausefalle ein Beispiel?

  • Elektrisch
  • Mechanisch
  • Chemisch
  • Kombination aus mechanisch und chemisch

Der schwerste zu bauende Sprengsatz ist eine schmutzige Bombe!

  • Wahr
  • Falsch

Die drei ersten Effekte einer chemischen Explosion sind?

  • Dampf - Hitze - Splitter
  • Hitze - Druck - Splitter
  • Ionisierung - Hitze - Druck
  • Hitze - Feuer - Druck

Eine mechanische Explosion umfasst die schrittweise Veränderung eines Stoffes in ein Gas.

  • Wahr
  • Falsch

Schwefelsäure kommt in Kontakt mit Zucker und Kaliumchlorat. Welche Art von Auslösung tritt auf?“

  • Mechanisch
  • Chemisch
  • Elektrisch
  • Kombination aus chemisch und elektrisch

Welche 3 Energiequellen kennen Sie?

  • Mechanische, chemische und elektrische
  • Physikalische, elektrische und mechanische
  • Mechanische, Zündkapsel, Mausefalle
  • Chemische, Verriegelungen, elektrische

Was ist keine primäre Wirkung einer chemischen Explosion?

  • Dampf
  • Wärme
  • Druck
  • Schall
  • Splitter
  • Feuer

Wie viele Grundbestandteile gibt es bei einer USBV/IED?

  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

Welche 3 Arten von Explosionen kennen Sie?“

  • Elektrische
  • Mechanische
  • Nukleare
  • Chemische

Weißer Phosphor endzündet sich selbst bei Berührung mit _____________.

  • Energie
  • Luft
  • Wasser

Thermit und Magesium sind Brandstoffe und lassen sich mit Wasser löschen!

  • Wahr
  • Falsch

Im Wesentlichen gibt es drei Alternativen, wenn eine Bombendrohung besteht. Die wären?

  • Melden
  • Ignorieren
  • Evakuieren
  • Bombensuche
  • Absperrmaßnahmen

Eine Suche mit Sicherheitspersonal ist eine _____________ Methode und verursacht weniger Unruhen.

  • langsame
  • effektive
  • schnelle

Eine Suche mit Hilfe von Mitarbeiter(n) ist die beste Methode für eine schnelle Suche.

  • Wahr
  • Falsch

Eine Suche, die von einem geschulten Such-Team durchgeführt wird, ist das Beste für Sicherheit, Moral und Gründlichkeit, nimmt jedoch _______________________ .

  • viel Personal in Anspruch.
  • wenig Zeit in Anspruch.
  • viel Kosten in Anspruch.
  • die meiste Zeit in Anspruch.

Wie viele Durchsuchungsebenen gibt es?

  • 3
  • 4
  • 5